Strom tanken ohne Stecker

Matrix Charging nennt sich die kabellose Alternative eines österreichischen Start-Ups. Damit sollen Elektrofahrzeuge ganz ohne Stecker Strom tanken.

Die Elektromobilität sowie das autonome Fahren sind auf dem Vormarsch. Wer bereits ein E-Auto fährt, steht vor manchen Hindernissen: Stromtankstellen sind rar, die Stecker haben keinen einheitlichen Standard und theoretisch ist die Technik soweit, das Autos autonom fahren können, nur zum Laden wird Menschenhand benötigt. Auf der Internationalen Automobil-Ausstellung IAA präsentiert ein österreichisches Start-Up seine kabellose Ladelösung.

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Quadratisch, praktisch, innovativ

Das System nennt sich Matrix Charching und basiert auf einer konduktiven Lösung. Ein am Fahrzeugunterboden montierter Konnektor verbindet sich voll automatisch mit einem 60 mal 60 Zentimeter großen Ladepad am Boden. Vom Fahrzeugtyp abhängig, können so 22 Kilowatt Wechselstrom oder 43 Kilowatt Gleichstrom geladen werden. Es genügt über einem solchen Ladepad zu parken, auch ganz ohne menschlichen Fahrer, denn das System hat eine Parktoleranz. Jedes Elektroauto kann mit dem System nachgerüstet werden.

Auf dem Weg zum internationalen Standard?

Unterstützt wird das Start-Up bereits von dem chinesischen Autobauer Wey. Das im Science Park Graz beheimatete Start-Up hofft, dass sich aus seiner Technologie ein internationaler Standard entwickelt. Interesse zeigen die Automobilhersteller bereits, so Christoph Sammer, ein Sprecher des Start-Ups. Zukünftig planen die Österreicher auch Parkhäuser von dem System zu überzeugen und zur Aufrüstung zu motivieren. Zunächst aber folgen ausführliche Tests des Systems.