Tschüss Einweggeschirr, Trinkhalme und Co.

EU einigt sich auf das Verbot von Plastik-Einweg-Produkten, um die Verschmutzung der Ozeane einzudämmen.

Wattestäbchen, Plastikteller und andere Einwegprodukte aus Kunststoff will die EU bald verbieten. Einer entsprechenden Richtlinie wurde in Brüssel bereits zugestimmt. Erste Änderungen sollen schon in zwei Jahren in Kraft treten.

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Offizielle Bestätigung steht noch aus

Bereits im Mai 2018 hat die EU-Kommission vorgeschlagen, Einmalgeschirr, Strohhalme, Wattestäbchen und andere „Wegwerfprodukte“ aus Kunststoff zu verbieten. Das EU-Parlament und die EU-Länder haben die Pläne der Kommission noch etwas verändert. Die Einigung der Unterhändler muss noch offiziell bestätigt werden. Ein weiterer Teil der neuen Strategie ist es, die Hersteller an den Kosten für das Aufräumen zu beteiligen.

26 Millionen Tonnen Plastikmüll

Überall auf der Welt wird Plastik in enormen Mengen genutzt und anschließend weggeworfen. Nach Angaben der Kommission entstehen allein in der EU jährlich 26 Millionen Tonnen Plastikmüll. Davon werden weniger als 30 Prozent wiederverwertet. Mit dem Verbot will die EU vor allem die Verschmutzung der Ozeane verhindern. Mehr als 80 Prozent des Mülls in den Meeren besteht laut Schätzungen aus Kunststoffen.