Dämmen mit kleinem Budget

Schon mit einfachen Dämmmaßnahmen lassen sich Heizkosten im Altbau senken und der Wohnkomfort erhöht sich.

Fünf Tipps, wie Sie mit wenig Geld und ohne großen Aufwand die Wärme im Haus halten.

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Fenster und Türen abdichten

Eisiger Wind bläst durch die Ritzen alter Fenster und Türen? Eine Kerzenflamme hilft bei der Suche nach Zugluft: Wo sie flackert, zieht’s! Da hilft nur eines: ab in den Baumarkt und Gummiprofile kaufen. Die sind nicht teuer und lassen sich einfach an den Fensterrahmen aufkleben. An Wohnungstüren helfen unten angeschraubte Bürsten, die über die ganze Breite den Spalt zur Türschwelle verdecken. Aber aufpassen: Weniger Zugluft bedeutet auch, dass mehr Feuchtigkeit in der Wohnung bleibt. Deshalb öfter lüften, um Schimmel zu vermeiden. Fenster nur zu kippen, hilft wenig. Besser dreimal am Tag bis zu fünf Minuten querlüften: Heizkörper abdrehen und alle Fenster sowie Türen öffnen. Energiespar- und Wohlfühleffekt sind enorm!

Spitzboden dämmen

Und weg ist die Wärme: Bis zu 40 Prozent gehen über ein ungedämmtes Dach verloren. Wird das Dachgeschoss nicht bewohnt und nur als Abstellraum genutzt, bietet es sich an, entsprechend dicke Dämmplatten lückenlos auf dem Fußboden des Speichers zu verlegen. Wichtig: Kamine müssen für den Schornsteinfeger zugänglich bleiben. Die Arbeit können auch Laien rasch erledigen. Mehr handwerkliches Geschick braucht es bei einer Auf-, Unter- oder Zwischensparrendämmung des Daches, die aufwendiger und teurer ist. Vorher von einem Fachmann gut beraten lassen, damit keine Baumängel auftreten. Das Dachgeschoss lässt sich danach als Wohnraum nutzen.

Kellerdecke dämmen

Hohe Heizkosten und trotzdem kalte Füße? Durch den unbeheizten Keller verschwinden bis zu zehn Prozent Wärme. Läufer oder Teppiche auslegen, hilft ein wenig. Menschen empfinden die Temperatur in Räumen mit Teppichboden um zwei Grad wärmer als in Räumen mit Bodenbelägen aus Stein und Fliesen. Noch besser: Die Kellerdecke von unten dämmen und geeignete Dämmplatten vollflächig an die Decke kleben. Mit etwas handwerklichem Geschick lässt sich auch diese einfache Arbeit günstig in Eigenregie meistern. Sobald im Erdgeschoss keiner mehr kalte Füße bekommt, hat sich die Investition gelohnt.

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Heizungsrohre ummanteln

Das kann jeder! Ist’s im Keller mollig warm, geben Warmwasser- und Heizungsrohre Wärme ab, die zum Heizen der Wohnung fehlt. Rohrummantelungen aus Polyethylen isolieren die Rohre; es gibt sie in verschiedenen Stärken in jedem Baumarkt zu kaufen. Auch mit Aluminium umhülltes Dämmmaterial aus Mineralwolle eignet sich. Kostet wenig und spart sofort bis zu acht Prozent Heizkosten.

Schlupfloch schließen

Oft vergessen: Der Dunstabzug in der Küche befördert nicht nur Dampf und Essensgerüche ins Freie, sondern auch Wärme. Bis zu 2900 Kilowattstunden Wärme pro Jahr verschwinden mit der Abluft durch das Rohr. Lösung: Einen gedämmten Mauerkasten einbauen. Der öffnet nur, wenn der Dunstabzug auch wirklich arbeitet.