Die Fahrt mit dem E-Auto planen

Kann man eigentlich auch weite Strecken im Elektroauto fahren? Ja. Allerdings ist es ratsam, die Reise sorgfältig zu planen. Ein Ratgeber.

Weite Strecken meistert man im „normalen“ Auto spielend – ohne groß darüber nachzudenken. Gepäck rein, losfahren, fertig. Und wenn der Sprit ausgeht, dann findet sich problemlos und schnell eine Tankstelle. Für Elektroautofahrer sieht das noch ein bisschen anders aus. Sie sollten sich gut vorbereiten, bevor sie in den Urlaub aufbrechen oder auf eine längere Geschäftsreise gehen.

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Welche Route soll ich für die Fahrt mit dem E-Auto planen?

Erster wichtiger Planungspunkt: Wählen Sie eine Route aus, an der möglichst viele Ladestationen liegen. Achten Sie dabei darauf, dass die Stationen mit Stecker-Typen ausgerüstet sind, die zu Ihrem Auto passen. Nur zwei Beispiele: Wer einen Nissan Leaf fährt, braucht eine Ladesäule, an der man Gleichstrom mit einem CHAdeMo-Stecker beziehungsweise -Kabel „tanken“ kann. Einen BMW i3 hingegen lädt man – wie die meisten anderen europäischen E-Autos – über den CCS-Standard.

Welche Stationen wie ausgerüstet und wo zu finden sind, verraten Ihnen spezielle Routenplaner im Internet. Auf der Website von GoingElectric können Sie zum Beispiel eingeben, welches Auto Sie fahren und welchen Stecker Sie brauchen. Aus diesen Daten errechnet der kostenlose Web-Service dann Ihre individuelle Route. Egal, wohin die Reise geht: Prüfen Sie noch zu Hause, ob Sie auf Ihrem Weg oder am Zielort eine Registrierung zum Tanken brauchen. Auch das funktioniert via GoingElectric. Der Routenplaner verrät Ihnen, welche Ladekarten der Anbieter akzeptiert und zu welchem Ladeverbund die Station zählt.

Wieviel Zeit brauche ich unterwegs für das Laden eines E-Autos?

Ganz wichtig: Planen Sie ein, dass Sie deutlich mehr Zeit für Ihre Strecke brauchen als im herkömmlichen Auto. Denn das Aufladen dauert länger als das Nachtanken beim Benziner oder Diesel. Wenn Sie nicht gerade an einer Schnellladestation halten, müssen Sie Geduld mitbringen. Je nach Auto und Akkuleistung sowie der Ladeleistung der Station kann es fünf, sechs Stunden oder länger dauern, bis der Akku wieder voll ist. Wer mitten in einer Stadt auflädt, sollte die Wartezeit nutzen und in aller Ruhe bummeln oder essen gehen.

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Noch ein Tipp: Mit Apps wie Next Plug oder Wattfinder sind Sie auch unterwegs immer auf der Höhe. Sie basieren auf demselben Ladesäulenverzeichnis wie GoingElectric. Geeignete Ladestationen suchen, die Routen planen und das Aufladen bezahlen: Dabei helfen die Apps PlugFinder und ChargeEV (beide iOS). Mehr Informationen rund um Elektromobilität finden auf dem Portal smarter-fahren.de.