Bestens vernetzt: Das iHome

Um 7 Uhr geht automatisch der Rollladen im Schlafzimmer hoch, die Temperatur im Badezimmer ist auf 24 Grad hochgefahren, das Warmwasser für die Dusche wird bis 38 Grad erwärmt, während in der Küche die Kaffeemaschine Kaffee kocht. Alles passiert voll automatisiert und wie von Geisterhand – nur aufstehen muss der Bewohner noch selber. Alles nur Zukunftsmusik? Der Traum vom sogenannten Smart Home kann schon heute verwirklicht werden.

Im „intelligenten Haus“ der Zukunft sind Lampen, Elektrogeräte, Heizung und Rollläden in einem Konnex-Busnetz miteinander verbunden. Von einer Zentrale aus steuern die Bewohner alle Funktionen und überprüfen diese über ein Display. Regelbare Bereiche des Hauses sind Heizung, Sicherheitsmechanismen und elektrische Geräte. Zudem steuert das System Luftzirkulation und Lichtverhältnisse.

Zeitschaltuhr regelt den optimalen Energiebedarf

Soll es morgens im Bad schön warm sein, im Schlafzimmer dafür eher kühl – kein Problem. Über eine Zeitschaltuhr und einen Raumtemperaturregler lässt sich für jeden Raum die gewünschte Wohlfühltemperatur einstellen. Das ist nicht nur bequem, sondern spart sogar zwischen 14 und 25 Prozent der Heizkosten. Ein großes Einsparpotenzial liegt auch in der Automatisierung des Lichts. Wer die Beleuchtung in seiner Wohnung über Bewegungsmelder regelt, reduziert damit seine Stromkosten für Beleuchtung um bis zu 60 Prozent.

Das System überwacht auch die Sicherheit des Hauses. Bei einem Einbruch löst es einen Alarm aus und registriert, ob bei Verlassen des Hauses alle Fenster geschlossen sind. Ist das nicht der Fall, gibt es eine Warnmeldung ab. Ferner sorgt ein Rauchmelder dafür, dass eine Sirene im Haus rechtzeitig vor einem Brand warnt.

Alles-Aus-Funktion trennt Geräte vom Stromnetz

Sollten die Bewohner nicht zu Hause sein, erhalten sie einen Anruf aufs Handy, der sie über die Gefahr informiert. Die Sorge um nicht ausgeschaltete Elektrogeräte wie Herd oder Bügeleisen gehört ebenfalls der Vergangenheit an: Beim Verlassen der Wohnung trennt die „Alles-Aus- Funktion“ sämtliche Geräte vom Stromnetz.

Anbieter solcher Gebäudeautomations-Systeme sind etwa Siemens mit „Synco living“, ABB Stotz-Kontakt mit „ABB i-bus“ oder JUNG mit dem „KNX-System“.

Unser Extra-Tipp zum Energiesparen:

Die Preise für ein komplettes System hängen von den eigenen Wünschen und Bedürfnissen ab. Grundsätzlich gilt: Je höher die Ansprüche an die Installationstechnik, desto eher rechnet sich der Einbau eines Konnex-Systems verglichen mit einer reinen Elektroinstallation.

Ein System mit Einzelraumregelung, Licht- und Jalousiesteuerung in einem 130 Quadratmeter großen Einfamilienhaus ist für rund 12.500 Euro zu haben. Zum Vergleich: Die herkömmliche Verkabelung kostet mit knapp 12.000 Euro nur unwesentlich weniger.