Das Herz der Mikrowelle

So sieht das interessanteste Bauteil einer Mikrowelle aus: das Magnetron. Wie es funktioniert, erfahren Sie hier.

Bing! Essen ist fertig! Dass sich mit der Mikrowelle in Minutenschnelle eine warme Mahlzeit zaubern lässt, ist dem eingebauten Magnetron zu verdanken. Es erzeugt elektromagnetische Wellen mit einer Frequenz im Gigahertz-Bereich. Diese Strahlung kann viele Stoffe wie Glas oder Keramik durchdringen – Wassermoleküle versetzt sie in Schwingung. Treffen die Wellen also auf Speisen, bringen sie die Wassermoleküle darin in Bewegung. Sie reiben aneinander, es entsteht Wärme. Durch Wärmeleitung geht sie auch auf die umliegenden Moleküle über. Damit die Strahlung gut verteilt und das Essen möglichst gleichmäßig erhitzt wird, arbeiten die meisten Mikrowellengeräte mit einem Drehteller. Trotzdem ist es ratsam, Speisen ab und zu umzurühren und in Intervallen zu erwärmen. Das Gehäuse aus Metall und das Lochblech im Sichtfenster der Mikrowelle sorgen dafür, dass keine Strahlung nach außen dringt. Außerdem schaltet sich das Magnetron automatisch ab, wenn die Tür geöffnet wird.

Das passiert im Inneren:

  • Durch Anlegen einer Spannung an der Kathodenheizung wird die negativ geladene Kathode erhitzt.
  • Die Kathode versteckt sich in einer Vakuumröhre hinter den Kühlblechen. Beginnt sie zu glühen, entweichen Elektronen und werden zur positiv geladenen Außenwand, dem Anodenblock, geschleudert.
  • Magnetscheiben wirken auf die Elektronen ein und bringen sie auf eine kreisförmige Bahn.
  • Im Anodenblock sind Hohlräume. Wenn die Elektronen vorbeikreisen, bildet sich darin ein elektromagnetisches Feld.
  • Über den Koppelstift und den Hohlleiter gelangen die elektromagnetischen Wellen in den Garraum des Geräts. Dort erwärmen sie das Essen.

Wie Sie Essen sparsamer erwärmen lesen Sie hier.