Einsparpotentiale im Wohnraum

Zuhause gibt es an jeder Ecke Einsparmöglichkeiten. Unser Check zeigt, wo Sie richtig sparen.

Ein Punkt eint Eigenheimbesitzer und Mieter gleichermaßen: Dort, wo sie wohnen, möchten sie möglichst wenig Geld verschwenden. Vor diesem Hintergrund sind Einspartipps besonders gefragt. Ein Blick in einzelne Wohnräume zeigt: Einsparmöglichkeiten gibt es in jeder Ecke.

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Ein Einspar-Klassiker, der sich durch alle Wohnräume zieht: die Beleuchtung.

In jedem Wohnraum: Einsparpotentiale beim Licht

Auch wenn jeder Wohnraum seine spezifischen Einsparpotentiale bietet, so ist doch ein Sparfaktor in allen Räumen ähnlich: die Beleuchtung. Mit ein paar Kniffen können Sie diese Potentiale ausschöpfen. Diese Tipps helfen dabei:

  • Für die Beleuchtung Ihrer Wohnräume sollten Energiesparlampen und LEDs die erste Wahl sein. Durch ihren Einsatz lässt sich der Energieverbrauch um bis zu 80 Prozent senken – das macht sich auch auf der Stromrechnung bemerkbar.
  • Wer auf Leuchtstofflampen setzt, sollte elektronische Vorschaltgeräte nutzen. Das Äquivalent bilden Transformatoren für Niedervolt-Halogenlampen, die etwa 66 Prozent an Strom sparen im Vergleich zum konventionellen Trafo.
  • Gezielt eingesetzte Lichtquellen anstatt permanente Festbeleuchtung helfen dabei, Energiekosten zu sparen. Darüber hinaus gilt auch bei der Beleuchtung – ähnlich wie bei allen technischen Geräten: Die Effizienzklasse ist entscheidend.

Weitere Praxistipps für die Beleuchtung: Vor allem die Gewohnheiten könnten die Beleuchtung teuer werden lassen. Deswegen gilt: Schalten Sie das Licht in Wohnräumen nur ein, wenn Sie sich dort auch aufhalten. Beim Verlassen Licht wieder ausschalten. Aktuelle gesetzliche Regelungen rund ums Thema Beleuchtung finden Sie unter umweltbundesamt.de

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Spartipps fürs Badezimmer

Vor allem die Spartipps sind beliebt, zu denen es Zahlen gibt. Was kann ich an welcher Stelle tatsächlich einsparen? Unsere Zahlen zeigen, was Sie wirklich sparen können:

  • 50 Prozent Energie lässt sich sparen, in dem die Wäsche nicht bei 60 Grad Celsius in der Waschmaschine landet, sondern bei 40 Grad Celsius.
  • 15 Euro jährlich lassen sich einsparen, wenn die Vorwasch-Option deaktiviert bleibt.
  • Um etwa 33 Prozent lässt sich der Wasserverbrauch senken, wenn Durchfluss-Begrenzer den Durchfluss zügeln. Bei einem Sparduschkopf liegt das Einsparpotential doppelt so hoch.

Weitere Praxistipps fürs Badezimmer: Zahnbürsten, die elektrisch betrieben werden, sollten nicht dauerhaft in der Ladestation ruhen, sondern nur bei Bedarf eingesteckt werden. Wer die Wäsche vor dem Trocknen gut schleudert, verkürzt den Trocknerlauf. Auch eine volle Maschine arbeitet immer effektiver als eine halbvolle.

Spartipps für die Küche

Auch für die Küche gibt es Tipps und Tricks, durch die sich unterm Strich Energie und damit Kosten sparen lassen.

  • Bei der Anschaffung von Kühlgeräten ist es wichtig, auf die Energieeffizienzklasse zu achten. 80 Prozent weniger Stromverbrauch haben Geräte der Klasse A+++.
  • Auf 30 Prozent mehr Kühlleistung kommen Gefriergeräte, wenn sie regelmäßig abgetaut werden und keine Eisschicht das Fach verkleinert.
  • Je kälter Sie den Kühlschrank stellen, desto mehr Energie benötigt er. Der Verbrauch steigt bei jedem Grad um bis zu fünf Prozent. Experten raten daher zu einem Durchschnittswert von sieben Grad.
  • Jedes Mal dann, wenn die Backofentür geöffnet wird, geht ein Viertel der Backofenwärme verloren. Auch das Vorheizen ist oft überflüssig. Der Vergleich zwischen Backofen und Mikrowelle zeigt außerdem: Die Mikrowelle gewinnt in puncto Verbrauch – sie benötigt 50 bis 75 Prozent weniger Energie.
  • 50 Prozent weniger Kosten fallen an, wenn heißes Wasser im Wasserkocher brodelt anstatt auf dem Herd.
  • Eine Kilowattstunde Strom kann sparen, wer Tiefgekühltes vor dem Kochen auftauen lässt.
  • Die Spülmaschine spart im Vergleich zum Handwaschgang 85 Prozent an Wasser. In puncto Stromverbrauch ermöglicht die ECO-Taste eine zusätzliche Einsparung.
  • 40 Prozent sparen können die Eigentümer von Eierkocher und Kaffeemaschine, wenn sie diese Geräte auch nutzen anstatt Eier und Kaffee auf einer Kochplatte zu kochen.

Weitere Praxistipps für die Küche: Stehen Kühlgeräte nicht direkt an der Wand, verhindert das einen Wärmestau. Der Kühlschrank sollte – ähnlich wie Waschmaschine und Trockner – stets gut gefüllt sein. Wer kocht, sollte einen Deckel benutzen, um Energie nicht buchstäblich zu verheizen.

Spartipps fürs Schlafzimmer

Vergleichsweise hoch sind die Energieeinsparpotentiale vor allem im Schlafzimmer:

  • 50 Prozent der Wärmeverluste lassen sich einsparen, wenn die Vorhänge verschlossen bleiben. Grundsätzlich gilt auch: Dickere Vorhänge halten mehr Wärme im Raum als dünne.
  • Frieren und frösteln muss hingegen keiner: Mit der Kuscheldecke statt dem Heizstrahler wird es ebenfalls angenehm warm und es lassen sich dennoch etwa 90 Euro im Jahr sparen.
  • Rund 25 Euro pro Jahr spart, wer den Heizkörper regelmäßig entlüftet.
  • Werden die Fenster regelmäßig für drei bis fünf Minuten geöffnet – anstatt dauerhaft gekippt zu sein – lassen sich circa 175 Euro jährlich einsparen.

Weitere Praxistipps für das Schlafzimmer: Im Schlafzimmer sollte die Temperatur nur bei etwa 18 bis 20 Grad Celsius liegen, um einen gesunden Schlaf zu ermöglichen. Das tut nicht nur Ihrem Schlaf gut, sondern auch Ihrem Geldbeutel: Wird die Temperatur um ein Grad gesenkt, entspricht das bei einem Gesamtwohnraum von 150 Quadratmetern einer Einsparung von 115 Euro im Jahr.

Spartipps fürs Wohnzimmer

Alte Gewohnheiten oder Unwissenheit beim Umgang mit elektrischen Geräten können sich deutlich auf der Stromrechnung bemerkbar machen: Geräte, die sich dauerhaft im Stand-by-Betrieb befinden oder Leuchtmittel, die brennen, ohne dass sich jemand im Raum befindet, sind hierfür gute Beispiele.

  • Bei allen technischen Geräten wie beispielsweise beim Fernseher gilt: Die Effizienzklasse ist entscheidend. Gerade Neuanschaffungen bringen hier Einsparpotentiale mit sich.
  • Zehn Prozent an Stromkosten sparen jene, die den Stecker ziehen. Die Stand-by-Option ist immer eine schlechte Wahl, denn hier fließt Strom und damit auch Geld.

Weitere Praxistipps für den Wohnbereich: Wer den Wohnraum luftig einrichtet, spart bares Geld – denn verdecken Möbel und Gardinen die Heizkörper, kommt es zum Wärmestau.

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Badezimmer: Sich im Bad rundum wohlfühlen und trotzdem sparen? Das geht! Unsere Tipps und Tricks verraten wie. Foto: pixabay.com/jarmoluk

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Küche: Wer keinen Deckel auf dem Topf platziert, vergeudet wertvolle Energie beim Kochen. Foto: pixabay.com/Republica

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Schlafzimmer: Bei richtiger Temperatur schläft es sich gut – und im Schlaf lässt sich auch noch sparen. Foto: pixabay.com/Pexels

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Wohnzimmer: Sagen Sie Goodby Stand-by und fangen Sie an zu sparen. Foto: pixabay.com/StockSnap