Frühjahrsputz für Elektrogeräte

Nach dem Frühjahrsputz gilt: Nur sorgfältig gepflegt arbeiten Kühlschrank, Waschmaschine und Co. zuverlässig und effizient. Wir zeigen, wie's geht.

Die Fenster sind geputzt, die Schränke ausgewischt, Regale entstaubt und Böden gewienert: Dank Frühjahrsputz versteckt sich nirgendwo mehr Staub und Schmutz. Die Pflege der Elektrogeräte kommt allerdings leider oft zu kurz, dabei sind sie so gut wie täglich im Einsatz. „Damit sie lange zuverlässig und effizient arbeiten, ist eine regelmäßige Reinigung und Pflege unabdingbar“, stellt Expertin Claudia Oberascher von der Initiative HAUSGERÄTE+ fest und gibt dazu nützliche Tipps. Grundsätzlich gilt, die Angaben in der Bedienungsanleitung zu beachten.

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Kühl- und Gefriergeräte

Infografik: Kühlschrank in Schuss halten (für eine größere Ansicht bitte klicken)

  • Innenraum und Türdichtungen von Kühl- und Gefriergeräten regelmäßig mit warmem Wasser und Neutralseife abwischen. Das beugt der Entwicklung von schädlichen Mikroorganismen vor und verhindert Geruchsbildung.
  • Gefriergeräte zusätzlich hin und wieder abtauen. Damit lassen sich Energie und Geld sparen: Schon ein Zentimeter Eisschicht erhöht den Stromverbrauch um 50 Prozent. Bei Geräten mit integrierter No-Frost-Funktion ist das Abtauen allerdings nicht nötig, hier bleibt das Gefrierfach dank besonderem Umluft-Kältesystem stets eis- und reiffrei.
  • Lüftungsgitter von Standgeräten sauber und frei von Gegenständen halten. So kann die Luft ungestört zirkulieren, ein Wärmestau wird verhindert.

Herd und Backofen

Infografik: Herd und Backofen in Schuss halten (für eine größere Ansicht bitte klicken)

  • Verschmutzungen im Backofen am besten gleich entfernen, festgebackene Rückstände mit speziellen Backofenreinigern lösen. Komfortabel sind Geräte mit einem automatischen Reinigungsprogramm, der sogenannten Pyrolyse. Hier verschwelen bei 500°C alle Verschmutzungen. Die dadurch entstehende Asche lässt sich mit einem feuchten Tuch einfach entfernen. Die Pyrolyse sollte nur nach Bedarf vorgenommen werden.
  • Gummidichtungen der Backofentür regelmäßig mit warmem Wasser und einer Neutralseife säubern. Das stellt sicher, dass die Backofentür richtig schließt und keine Wärme und Energie verloren gehen.
  • Beim Kochfeld übergekochte und verschüttete Speisen sofort abwischen,
    damit sie nicht hartnäckig verkrusten oder einbrennen. Mit einem weichen
    Tuch und einem Spezialreiniger sind Kochfelder aus Glaskeramik leicht
    geputzt. Noch einfacher ist die Reinigung von Induktionskochfeldern. Da sie
    nicht so heiß werden, brennen Verschmutzungen praktisch nicht ein und sie
    können einfach mit einem feuchten Tuch abgewischt werden.

Geschirrspüler

  • Siebe regelmäßig von Speiseresten befreien. Ansonsten sind Geschirrspüler
    relativ pflegeleicht, da der Innenraum während der Spülgänge automatisch
    mitgereinigt wird.
  • Hin und wieder das Gerät bei höchster Temperatur laufen lassen. So
    vermeidet man Rückstände von fettigen Speiseresten.
  • Gummidichtungen der Tür regelmäßig mit einem feuchten Tuch säubern, da
    sich während des Programmdurchlaufs Speisereste dort absetzen können.

Waschmaschine und Wäschetrockner

Infografik: Waschmaschine und Trockner in Schuss halten (für eine größere Ansicht bitte klicken)

  • Die Waschmaschine mindestens einmal im Monat mit pulverförmigem
    Vollwaschmittel bei 60 Grad laufen lassen. Das vermeidet unangenehme
    Gerüche durch Keime und Bakterien.
  • Nach dem Waschgang die Trommeltür und Waschmittelschublade offen
    lassen. So kann die Restfeuchte verdunsten und es bildet sich kein
    Schimmel.
  • Die Waschmittelschublade regelmäßig unter fließendem Wasser säubern,
    damit sich Waschmittelreste nicht festsetzen können.
  • Das Dichtungsgummi der Tür regelmäßig von Schmutzresten und
    Gegenständen befreien, damit es beim nächsten Waschgang nicht
    beschädigt wird.
  • Sowohl bei der Waschmaschine als auch beim Wäschetrockner das
    Flusensieb regelmäßig reinigen. Ein volles Flusensieb etwa im
    Wäschetrockner kann die Luftzirkulation beeinträchtigen und die
    Trocknungszeit unnötig verlängern.

Im Zuge der Pflege und Reinigung der Elektrogeräte sollte man auch über den
Austausch heimlicher Stromfresser nachdenken. „Vor allem bei Haushaltsgeräten,
die älter als zehn Jahre sind, kann es sich durchaus lohnen, sie durch ein neues
Modell zu ersetzen, das erheblich weniger Energie verbraucht“, rät Claudia
Oberascher. So spart beispielsweise ein neues Kühlgerät mit Energieeffizienzklasse
A+++ im Vergleich zu einem 15 Jahre alten A-Modell zwischen 50 und 70 Prozent
Energie ein.

Über HAUSGERÄTE+

Die Initiative HAUSGERÄTE+ informiert umfassend über Energieeffizienz im Haushalt und möchte Verbraucher zum Austausch technisch veralteter Haushaltsgeräte durch energieeffiziente und komfortable Neugeräte motivieren. Getragen wird die Initiative von namhaften Herstellern der Hausgeräteindustrie sowie der Energiewirtschaft. Unter www.hausgeraete-plus.de bietet die Initiative herstellerneutrale Informationen zur bedarfsgerechten Ausstattung und zur effizienten Nutzung von Kühlschrank und Co.