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Strompreis

EEG-Umlage steigt um 0,18 Cent

Etwa ein Fünftel des Strompreises macht die EEG-Umlage aus und finanziert damit die Energiewende. 2016 beträgt sie 6,354 Cent pro Kilowattstunde Strom.

Der vergangene Sommer freute nicht nur Sonnenhungrige und Badelustige, auch die Betreiber von Fotovoltaikanlagen frohlockten über eine Rekordernte beim Sonnenstrom. Durch das gute Wetter und neue Anlagen zur Gewinnung von Energie aus Wind, Sonne, Biomasse, Erdwärme und Wasserkraft wurde so viel Ökostrom in Deutschland produziert wie noch nie zuvor. Das ließ den Preis für den mit staatlicher Förderung erzeugten Ökostrom an der Strombörse sinken. All diese Faktoren treiben die Ökostromumlage, die jeder Stromverbraucher für die Energiewende bezahlen muss, auf einen Rekordwert. Seit dem 1. Januar 2016 liegt sie bei 6,35 Cent pro Kilowattstunde (kWh). Das sind 0,18 Cent mehr als 2015.

 -  Quelle: ÜNB, Grafik: Horst Wittmann
Nach einer leichten Senkung in 2015 ist die EEG-Umlage 2016 wieder gestiegen: um drei Prozent auf 6,35 Cent pro kWh Strom. Auch die Summe der Fördergelder an Betreiber von Ökostromanlagen steigt auf ein neues Rekordniveau.

7,70 € für drei Personen

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Für einen durchschnittlichen Drei- Personen-Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 3500 kWh Strom bedeutet die Anhebung rein rechnerisch jährliche Mehrkosten von 7,70 Euro. Die Ökostromumlage macht derzeit knapp ein Fünftel des Strompreises aus.

EEG-Konto wird gefüllt

Die Höhe der EEG-Umlage wird jedes Jahr im Herbst neu festgelegt. Dazu erstellen die Übertragungsnetzbetreiber zusammen mit externen Forschungsinstituten eine Prognose über ihre voraussichtlichen Ausgaben und Einnahmen im Folgejahr und schätzen den Stromverbrauch ab. Die Bundesnetzagentur prüft die Kalkulation. Je nachdem wie das Konto zum Ausbau der erneuerbaren Energien gefüllt ist, steigt oder sinkt die EEG-Umlage. In den vergangenen Jahren wies es immer ein Minus auf, was durch eine jeweils höhere Umlage ausgeglichen wurde. Vor allem wegen des rasanten Zubaus an Fotovoltaikanlagen kletterte die EEG-Umlage zwischen den Jahren 2009 und 2013 um fast das Fünffache von 1,33 Cent auf 6,24 Cent. Im vergangenen Jahr sank die Umlage leicht.

Reform der Förderung

Dass die EEG-Umlage nun schon seit drei Jahren nicht mehr so steigt wie früher, ist der EEG-Reform zu verdanken. Damit wird die Förderung der einzelnen Erneuerbaren nach und nach deutlich zurückgefahren. Außerdem müssen nun auch Eigenstromproduzenten die EEG-Umlage zahlen, die bisher befreit waren. Trotz des weiteren Ausbaus der grünen Energien rechnet der Bundesverband Erneuerbarer Energien (BEE) deshalb auch 2017 nicht mit einer großen Steigerung der Umlage.


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