Diese Website verwendet Cookies. Indem Sie diese Website benutzen, stimmen Sie der Nutzung von Cookies gemäß unseren Richtlinien zu. Mehr erfahren.X

Ratgeber

Wann ist kalt zu kalt?

Der Winter naht, aber die Heizkörper sind immer noch kalt. Ab wann muss in einer Mietwohnung die Heizung in Betrieb sein und wie warm hat sie zu werden?

Der Vermieter von Jörg B. ist ein netter Mensch. Doch als Teilnehmer mehrerer Himalaja- und Andenexpeditionen hat er ein völlig anderes Temperaturempfinden als der Versicherungsinnendienstmitarbeiter. Wenn B. bereits mit Pulli in der Wohnung fröstelt, sitzt sein Vermieter noch mit T-Shirt und kurzen Hosen im Garten. Er schaltet auch erst dann die Heizung des Zweifamilienhauses ein, wenn’s draußen richtig frostig wird. Korrekt ist das nicht: Egal ob Weichei oder nicht, jeder Mieter hat ein Recht auf eine warme Wohnung. Wenn der Mietvertrag nichts anderes besagt, wird üblicherweise die Zeit vom 1. Oktober bis 30. April als Heizperiode angesehen, in der die Heizungsanlage laufen muss.

Zu kalt: Miete mindern!

Auch außerhalb dieser Monate ist der Vermieter verpflichtet zu heizen, wenn die Raumtemperatur unter 18 Grad sinkt und die kalte Witterung absehbar länger als zwei Tage dauert. Unter 16 Grad Innentemperatur muss die Heizung sofort in Betrieb gehen. Genügend Wärme hat die Heizung auch zu liefern: 20 bis 22 Grad warm müssen Wohnräume zwischen 7 Uhr morgens und 23 Uhr werden, in den Nachtstunden genügen 18 Grad. Liegt die maximal erreichbare Temperatur darunter, kann dies eine Mietminderung rechtfertigen.

Fällt im Winter die Heizung ganz aus, muss der Vermieter sofort handeln und einen Handwerker bestellen. Sind Vermieter, Hausmeister oder Hausverwaltung nicht zu erreichen, kann der Mieter die Reparatur selbst beauftragen. Auch dann hat der Vermieter die Kosten zu tragen. Wenn diesem der Schaden bekannt ist und er trotzdem nichts unternimmt, kann der Mieter ab dem ersten Tag die Bruttomiete mindern und sogar fristlos kündigen. Die Höhe der Mietminderung ist gesetzlich nicht geregelt und fällt individuell sowie nach Schwere der Zustände aus. Mehr Infos: www.mietminderungstabelle.de



Energieberater Thomas Spies

Einfach sparen

62 Euro Heizkosten pro Jahr spart, wer Heizkörper von Vorhängen und Möbeln befreit.*

*Berechnet für ein Einfamilienhaus mit 1235 Euro Heizkosten pro Jahr. 5 Prozent entsprechen 61,75 Euro.


Bitte aktivieren Sie Java Script um diese Seite in vollem Umfang nutzen zu können.