Traumberuf Energiewende

Die Energiewende schafft Zukunftschancen und bringt frischen Wind in den Arbeitsmarkt – mit neuen, grünen Berufen im Energiesektor.

Die Energiebranche in Deutschland ist im Umbau begriffen. Die Konzerne, die vorher vor allem auf Kernenergie, Öl und Gas gesetzt haben, investieren nun in die Erneuerbaren: Wind, Sonne, Wasser und Erdwärme haben Hochkonjunktur. Der Wandel hat Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt: Durch die Energiewende entstehen neue Berufe, die eine ausgezeichnete Zukunftsperspektive bieten.

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Umweltingenieur/in

Umweltingenieure erhalten in ihrem Studium eine fundierte Ausbildung, um sich im Beruf gezielt auf Fachbereiche in der Umwelt- und Energiewirtschaft zu spezialisieren. Die großen Themenfelder sind der Schutz von Ökosystemen, eine nachhaltige Nutzung von natürlichen Ressourcen und der verantwortungsvolle Umgang mit Abfällen. Neben Trinkwasserversorgung und Abwasserverwertung sowie Luft- und Bodenschutz zählt die nachhaltige Energiegewinnung zu den größten Aufgaben.

Wie im herkömmlichen Ingenieurberuf besteht die Aufgaben darin, technische und bauliche Projekte zu planen. Dabei arbeiten Umweltingenieure mit anderen Disziplinen wie Maschinenbauern, Architekten, Geologen und Landschaftsplanern zusammen. Neben Einsatzbereichen wie der Infrastrukturplanung oder der Wasserwirtschaft ist es auch hier der Bereich der erneuerbaren Energien, der aktuell besonders schnell wächst und ein großes Potenzial neuer Arbeitsplätze für Fachkräfte verspricht. Es ist aber auch möglich, seinen beruflichen Schwerpunkt auf den sozialen Bereich zu legen, und als Umweltingenieur vor allem beratend tätig zu sein. Zum Beispiel im Bereich der Entwicklungshilfe oder für die ökologische Prozessoptimierung von Unternehmen.

Energieberater/in

Wer gern mit Menschen zu tun hat, für den ist der Beruf des Energieberaters vielleicht das Richtige. Energieberater unterstützen Unternehmen und Privatpersonen dabei, ihre Energieeffizienz zu verbessern. Wer beim Heizen, beim Stromverbrauch und bei Beleuchtungskonzepten effektiv Energie sparen will, der braucht Experten, die ihm passende Möglichkeiten aufzeigen. Zudem ist bei Immobilien ein sogenannter Energiepass Pflicht, für den regelmäßig die Energieeffizienz des Hauses von Fachleuten überprüft werden muss.

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Darüber hinaus sind Energieberater auch immer häufiger an Bauprojekten beteiligt, besonders im Bereich der Niedrig- und Plusenergiehäuser. Sie beraten die Bauherren bzw. Hauseigentümer bei einer energieeffizienten Planung, bei der Verwendung von effizienten Baustoffen und bei der Bauüberwachung.

Die Berufsbezeichnung Energieberater ist nicht geschützt und kann mit verschiedenen Weiterbildungen erlernt werden. Seriös ist auf jeden Fall die Ausbildung bei der Industrie- und Handelskammer. Die Weiterbildung eignet sich u. a. für Architekten, Bauphysiker, Maschinenbauer und Elektroniker, die in ihrem Bereich bereits auf entsprechendes Fachwissen zurückgreifen können.

Solartechniker/in

Solartechniker sind die Experten im Bereich der Solarenergie. Sie sind an allen Schritten der Solartechnik beteiligt, von der Planung einer Anlage bis zur Inbetriebnahme und Kontrolle. Sie beraten Kunden bei den baulichen Voraussetzungen und der Standortfindung und konzipieren die jeweils passende Anlage. Sie kalkulieren Preise und Energieeffizienz und bestellen die benötigten Teile, um sie vor Ort zu installieren. Dabei sind bei der Montage hohes Können und Geschick gefragt. Besonders bei einer alten Bausubstanz ist es nicht immer einfach, die Anlage anzubringen und an das bestehende Leitungssystem anzuschließen. Darüber hinaus müssen Solartechniker den Einbau von Blitzschutztechniken beachten sowie Mess- und Regeltechniken, die zur Wartung und Kontrolle der Anlage dienen. Sie sind es auch, die die Anlage in Betrieb nehmen und die Kunden in die Bedienung einweisen.

Solartechniker findet man in Betrieben der Elektroinstallation sowie in Zimmereien und Dachdeckerbetrieben. Fotovoltaik ein großer Wachstumsmarkt, der einen stetigen Bedarf an neuen Arbeitskräften verspricht. Die schnell wachsende Branche macht es allerdings auch notwendig, regelmäßig Fortbildungen zu besuchen und sich über die neusten technischen Entwicklungen auf dem Laufenden zu halten.