Der Weg des Wassers

Es ist für uns selbstverständlich, dass aus dem Hahn sauberes Wasser läuft. Doch bis wir das Wasser zu Hause nutzen können, legt es einen weiten Weg zurück.

Der größte Teil des Trinkwassers in Deutschland, rund 74 Prozent, ist Grundwasser. Grundwasser lagert tief unter der Erde und stammt überwiegend aus Regenwasser, das versickert ist. Mithilfe von Pumpen wird der wertvolle Rohstoff aus dem Untergrund nach oben gebracht und fließt in Rohrleitungen zum Wasserwerk. Dort angekommen, wird das sogenannte Rohwasser so aufbereitet, dass es den hohen Ansprüchen, die wir an unser Trinkwasser stellen, auch genügt.

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Hightech für klares, reines Wasser

In einem ersten Schritt wird das künftige Trinkwasser mit Sauerstoff angereichert. Der Sauerstoff reagiert mit Mangan und Eisen. Die dabei entstehenden Flocken werden aus dem Wasser herausgefiltert. Anschließend fließt das Wasser durch mehrere Kiesschichten, wo weitere unerwünschte Stoffe hängen bleiben.

Verliert der Körper mehr als 0,5% seines Gewichts in Form von Wasser, bekommen wir Durst. Bei einem Flüssigkeitsverlust von 2% leidet unsere körperliche und geistige Leistungsfähigkeit. Bei drei Prozent dehydrieren wir – die Speichel- und Harnproduktion geht zurück, die Schleimhäute und die Haut werden trocken.

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Zum Schluss wird das Wasser entsäuert. Aus dem Rohwasser ist Reinwasser geworden. Der Reinwasserbehälter ist gleichzeitig Speicher und Ausgleichsbehälter, um die Schwankungen beim Wasserverbrauch auszugleichen. Von diesem Speicher aus fließt das Wasser in unterirdischen Leitungen bis zu uns nach Hause. Damit das gereinigte Wasser seine Güte behält und nicht nachträglich von Krankheitserregern verunreinigt wird, wird es noch desinfiziert, bevor es das Wasserwerk verlässt. Mitarbeiter des Gesundheitsamtes untersuchen das Reinwasser regelmäßig, um zu gewährleisten, dass das Trinkwasser immer von bester Qualität ist.

Vom Trinkwasser zum Abwasser

Ein kurzes Händewaschen genügt und schon ist aus dem Trinkwasser Abwasser geworden. Das benutzte Wasser wird aus den Haushalten in die Kanalisation gespült und einer Kläranlage zugeführt. Dort wird es gereinigt, ins Grundwasser geleitet – und der Kreislauf beginnt von vorne.

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