18.000 kg CO2 beim Jungfernflug gespart

Vergangene Woche ist erstmals ein Flugzeug aus den USA nach Australien unter Verwendung von Biotreibstoff geflogen.

Die Boeing einer australischen Fluggesellschaft startete in Los Angeles und landete 15 Stunden später in Melbourne. Das Besondere: Sie war mit Biotreibstoff betankt, zumindest teilweise.

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Treibstoffmischung im Verhältnis 90:10

Der Treibstoff, mit dem die Boeing sich auf dem Weg von den USA nach Australien machte, bestand zu 90 Prozent aus traditionellem Kerosin. Die restlichen 10 Prozent waren ein Biotreibstoff aus Senfsamen. Das Verhältnis 90:10 bei der Treibstoffmischung mag noch nicht nach viel klingen, und doch konnte bei diesem Flug eine Reduzierung des CO2-Ausstoßes um sieben Prozent erreicht werden. Das macht eine Einsparung von 18.000 Kilogramm CO2. In weiteren Testflügen soll der Anteil des Biotreibstoffs erhöht werden.

Spezielle Senfsorte für Biokerosin

Der Bio-Treibstoff wurde von einer kanadischen Firma entwickelt. Dieselbe Firma entwickelte auch die Senfsamensorte Brassica Carinata, aus der der Treibstoff hergestellt wird. Die Carinata-Pflanze kann selbst auf relativ unfruchtbarem Boden gepflanzt werden und die Samen lassen sich auch zwischen den normalen Erntezyklen sähen. Damit wird nicht nur die Qualität der Erde verbessert und Erosion vermindert, sondern Farmer können bisher ungenutzte Flächen bepflanzen und eine weitere Einkommensquelle erschließen.