E-Mobilität macht kleine Fortschritte

Das Förderprogramm für Elektroautos ist nun ein Jahr alt. Bisher gab es etwa 23 000 Anträge.

Seit dem 2. Juli 2016 können Privatpersonen, Unternehmen, Organisationen und Kommunen eine staatlich finanzierte Kaufprämie beantragen, wenn sie sich ein Elektroauto oder ein Plug-in-Hybridfahrzeug mit Kombiantrieb aus Elektro- und Verbrennungsmotor zulegen wollen. Die Bundesregierung und die Automobilindustrie stellen dafür jeweils bis zu 600 Mio. Euro zur Verfügung. In Relation zu Deutschlands Umweltzielen ist die Nachfrage bisher aber eher bescheiden.

Wenige Prämienanträge

Bis 2020 will die Regierung mit Hilfe der Elektroauto-Förderung eine Million Fahrzeuge auf deutsche Straßen bringen. Das zuständige Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) vermeldet bislang jedoch nur insgesamt 23 024 Anträge auf den so genannten Umweltbonus (Stand 30. Juni 2017). Durchschnittlich wurden pro Monat also 1 900 Förderanträge gestellt.

Die Anzahl der förderfähigen Fahrzeuge ist zwischen 2016 und 2017 von 84 auf 105 Modelle gestiegen. Die beliebtesten Batterieautos sind immer noch das i3 Modell von BMW und ZOE von Renault. Das begehrteste Hybridmodell ist der Audi A3.

Steigende Neuzulassungsrate

Insgesamt bewertet der Verband der Automobilindustrie (VDA) die Entwicklung der E-Mobilität und die Wirkung des Förderprogramms als positiv. Im ersten Halbjahr 2017 wurden mehr als doppelt so viele Elektroautos und Plug-in-Hybridfahrzeuge in Deutschland neu zugelassen wie im letzten Jahr. Insgesamt erfordere der Hochlauf der Elektromobilität jedoch einen Dreiklang: Ausbau der Ladeinfrastruktur, höhere Reichweite der Modelle und günstigere Kosten, so der VDA.