Heute ist Weltwassertag

Pünktlich zum Weltwassertag erscheint der UN-Weltwasserbericht. Demnach haben Milliarden Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser.

Seit 1993 findet jedes Jahr am 22. März der Welttag des Wassers statt. Die UN-Generalversammlung hat ihn beschlossen, um regelmäßig auf die weltweite Verfügbarkeit von Trinkwasser und sanitären Einrichtungen sowie die ökologische Situation von Gewässern aufmerksam zu machen. Der neue Weltwasserbericht, den die UNESCO im Auftrag der UNO erstellt und nun veröffentlicht hat, zeichnet ein teilweise desaströses Bild: Weltweit haben immer noch 2,1 Milliarden Menschen keinen Zugang zu sauberem und permanent verfügbarem Trinkwasser. 4,3 Milliarden Menschen fehlen sichere Sanitäreinrichtungen.

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Wassermangel – ein globales Problem

Die Hälfte der Menschen ohne zureichenden Zugang zu sauberem Trinkwasser lebt in Afrika. In Subsahara-Afrika verfügen nur 24 Prozent der Bevölkerung über Trinkwasser von guter Qualität. Besonders betroffen sind arme Bevölkerungsschichten und Haushalte in ländlichen Regionen: Der Großteil der Landbevölkerung hat keinen Zugang zu fließendem Trinkwasser, 91 Prozent sind nicht an ein Abwassersystem angeschlossen. Zudem zahlen Stadtbewohner und wohlhabendere Menschen in Afrika meist deutlich weniger für Wasser und erhalten gleichzeitig Trinkwasser von besserer Qualität.

Auch in Europa und Nordamerika leiden Millionen Menschen an Wassermangel: 57 Millionen Menschen fehlt eine Wasserleitungen in ihren Häusern, 36 Millionen verfügen über keine grundlegenden sanitären Einrichtungen.

Menschenrecht auf Wasser

Der Weltwasserbericht 2019 zeigt auch, dass Geflüchtete sowie Menschen, die wegen ihrer Herkunft, Religion, Sprache und/oder ihres Geschlechts, Alters oder sozioökonomischen Status diskriminiert werden, seltener Zugang zu Trinkwasser und sanitären Einrichtungen haben. „Sicheres Wasser und sichere sanitäre Einrichtungen sind Menschenrechte. Doch für Milliarden Menschen sind diese Rechte nicht verwirklicht (…). Das müssen wir ändern durch höhere und effektivere Investitionen in die Infrastruktur wie Wasseranschlüsse und Sanitärversorgung, gerechte Gebühren sowie mehr Forschung und Innovation“, sagt Ulla Burchardt, Vorstandsmitglied der Deutschen UNESCO-Kommission.

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