Kompostierbare Papierbatterien

Im Kampf gegen Elektroschrottberge sollen Batterien auf Papierbasis die Lösung sein.

Forscher der Binghamton University haben papierbasierte Batterien entwickelt, um elektronische Abfallmengen zu reduzieren. Die Neuentwicklung soll leistungsstärker als bislang getestete vergleichbare Biobatterien sein.

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Schlüssel zur biologischen Abbaubarkeit

Bei den neuartigen Papierbatterien handelt es sich um einen Hybrid aus einem stromleitenden Kunststoffverbund und einer Art Filterpapier. Nach Gebrauch können die Biobatterien kompostiert werden. Versuche zeigen, dass die Hybride beim Eintauchen in Wasser in ihre Ursprungsmoleküle zerfallen – diese sollen keine negativen Umwelteinflüsse haben. Die neuen biologisch abbaubaren Stromspeicher haben zudem eine deutlich höhere Speicherkapazität als ihre getesteten Vorgängermodelle.

Leicht, flexibel und günstig

Die Biobatterie aus Kunststoff und Papier ist nicht nur leicht, sondern auch günstig und unproblematisch in der Herstellung. Stapelt man mehrere Batterien übereinander, soll sich außerdem ihre Kapazität steigern lassen. Darüber hinaus lässt sich durch einfaches Zusammenfalten ihre Form verändern.
Es bleibt offen, ob die US-Entwicklung kommerzialisiert wird. Denn die Papierbatterie liefert im Verhältnis zu handelsüblichen Akkus immer noch nur sehr wenig Strom. Für Biosensoren könnte dieser jedoch ausreichen.