So viel Strom verbrauchen Haushalte

Der durchschnittliche Stromverbrauch pro Person sinkt mit steigender Haushaltsgröße, fand der BDEW heraus.

In Deutschland gibt es rund 41,5 Mio Haushalte, von denen 17,6 Mio bzw. 42% Ein-Personenhaushalte sind. Vor 20 Jahren waren es nur 34%. Die wachsende Zahl Alleinlebender erhöhe den Strombedarf der Haushalte insgesamt, so der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), Berlin. 1.900 Kilowattstunden (kWh) Strom verbrauchte ein Alleinlebender in Deutschland im Jahr 2020. Im Vergleich dazu brauchte ein Zwei-Personen-Haushalt 2.890 kWh Strom und damit pro Kopf weniger – nämlich 1.445 kWh.

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Größerer Haushalt, kleinerer Pro-Köpf-Verbrauch

Mit zunehmender Haushaltsgröße nimmt der Verbrauch pro Person ab: So liegt der Pro-Kopf-Verbrauch eines Drei-Personen-Haushaltes bei 1.240 kWh und der eines Vier-Personen-Haushaltes bei 1.021 kWh. Bei diesen Angaben handle es sich um Richtwerte, so der BDEW. Variationen ergäben sich etwa dadurch, ob das Warmwasser elektrisch oder zentral über eine Heizungsanlage erwärmt werde und ob man in einer Wohnung oder im Einfamilienhaus lebe. Auch die benutzten Geräte und die Nutzungsdauer hätten Einfluss auf den Verbrauch.

Stromverbrauch sinkt

Den gesamten Stromverbrauch in Deutschland lag 2020 bei 448 Mrd kWh. Rund 26% bzw. 128 Mrd kWh davon entfielen auf die deutschen Haushalte. Insgesamt sieht der BDEW einen Trend hin zu einem insgesamt geringeren Stromverbrauch. So verbrauchten die deutschen Haushalte 2009 mit 139 Mrd kWh noch 9% mehr Strom.

Wofür der meiste Strom verbraucht wird

Insbesondere in der Informations- und Kommunikationstechnik sowie bei Kühl- und Gefriergeräten habe sich der Anteil des Stromverbrauchs für Informations- und Kommunikationstechnik in diesem Zeitraum mehr als verdoppelt, so der BDEW. Der Grund: Die Gerätevielfalt, Größe und Leistungsfähigkeit, der Ausstattungsbestand sowie die Nutzungsdauer in den Haushalten haben sich erhöht. Dagegen ist der Stromverbrauchsanteil von Kühl- und Gefriergeräten mit aktuell knapp 11% fast um die Hälfte zurückgegangen. Das führt der BDEW vor allem auf effizientere Geräte zurück. Mit mehr als 27% hat die Informations- und Kommunikationstechnik – also TV, Computer, Spielekonsolen, Telefonie, Internet – den größten Anteil, gefolgt von Waschen und Trocknen sowie Beleuchtung mit je 13%.

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