Solarstromspeicher werden günstiger

Für manche Besitzer einer Fotovoltaikanlage lohnt sich der Kauf eines Speichers mittlerweile nicht nur aus Klimaschutzgründen, sondern auch wirtschaftlich.

Solarstromspeicher sind schon eine feine Sache. Die Akkus können den Sonnenstrom vom eigenen Dach effizient und wirtschaftlich speichern. So steht auch dann saubere Energie zur Verfügung, wenn die Sonne nicht scheint. Auf bis zu 70 Prozent können Besitzer einer Dachanlage den Eigenverbrauch damit steigern. Bislang allerdings waren die Speicher so teuer, dass sich die Anschaffung finanziell kaum lohnte. Doch das ändert sich gerade.

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Nach Berechnungen des Solarenergie-Interessenverbandes Solar Cluster Baden-Württemberg stehen Batteriespeicher kurz vor der Wirtschaftlichkeit. In den vergangenen zwölf Monaten sind die Kosten für Speicherbatterien von Fotovoltaikanlagen durchschnittlich um über zehn Prozent gefallen. „Im ersten Quartal 2017 lagen sie teilweise bei nur noch rund 1.150 Euro pro Kilowattstunde Speicherkapazität“, sagt Carsten Tschamber vom Solar Cluster.

Der Staat fördert die Anschaffung

Wenn Verbraucher nicht mehr als 1.000 Euro pro Kilowattstunde Speicherkapazität zahlen müssen, bringt ein Speicher mehr ein als er kostet. Da die Förderbank KfW den Kauf subventioniert, können erste Speicherprodukte bei guter Planung bereits die Wirtschaftlichkeit erreichen, hat das Solar Cluster Baden-Württemberg ausgerechnet. „Mit Batteriespeicher sind Solaranlagen künftig noch gewinnbringender als ohne“, fasst Tschamber zusammen. „Die Batteriespeicher etablieren sich derzeit als ein integraler Teil von privaten Fotovoltaikanlagen.“

Wenn die KfW-Förderung Ende 2018 ausläuft, könnten, so der Verband, die Preise für die Batterien noch einmal sinken. Ein Kauf würde sich dann auch ohne staatliche Förderung lohnen.

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