Stromverbrauch in Deutschland steigt

Nach einer Analyse steigt der Bruttostromverbrauch bis 2030 um 11 Prozent auf 658 Milliarden Kilowattstunden (kWh).

Nach der vom geschäftsführenden Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier vorgelegten Untersuchung von Prognos steigt der deutsche Bruttostromverbrauch bis 2030 um etwa 11 Prozent auf 658 Milliarden kWh pro Jahr. Damit wurden erste Berechnungen von Mitte Juli präzisiert. Damals kam das Institut zum Ergebnis, dass der Stromverbrauch 2030 zwischen 645 und 665 Milliarden kWh liegen werde. Die neue Berechnung sei durch höhere Klimaschutzziele auf EU-Ebene und in Deutschland nötig geworden, so Altmaier.

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Warum der Verbrauch ansteigt

Haupttreiber für den Anstieg seien ein wachsender Anteil der E-Mobilität und von elektrischen Wärmepumpen in Gebäuden sowie die Erzeugung von Elektrolyse-Wasserstoff und die Produktion von Batterien, so die Untersuchung. Eine steigende Stromeffizienz und der rückläufige Kraftwerkseigenverbrauch aufgrund des Ausstiegs aus Kernenergie und Kohle sollen den Anstieg des Stromverbrauchs dämpfen. Branchenverbände hatten schon lange vorhergesagt, 2030 werde viel mehr Strom gebraucht, als bisher von der Regierung angenommen.