Studie zeigt: leere Klima-Versprechen

Nur 16 von 197 Ländern, die das Pariser Klimaabkommen unterzeichneten, haben einen nationalen Plan erstellt, der zum Ziel führen kann.

Im Vorfeld der UN-Klimakonferenz Anfang Dezember in Kattowitz ist jetzt die Studie „Aligning national and international climate targets“ erschienen. Sie wurde gemeinsam vom Grantham Research Institute on Climate Change and the Environment, dem ESRC Centre for Climate Change Economics and Policy und dem World Resources Institute veröffentlicht. Daraus geht hervor, dass die von den unterzeichnenden Staaten festgelegten nationalen Klimazusagen nicht mit den tatsächlichen Maßnahmen übereinstimmen.

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Nur 16 von 197

Nur 16 von insgesamt 197 Ländern haben die quantifizierten Ziele, wie sie in den NDCs (engl. Nationally Determined Contributions), also den nationalen Klimazusagen der Länder, festgehalten und unterschrieben wurden, in nationale Gesetze und Ziele umgesetzt. Diese 16 Länder sind: Algerien, Äthiopien, Costa Rica, Guatemala, Indonesien, Japan, Kanada, Mazedonien, Malaysia, Montenegro, Norwegen, Papua-Neuguinea, Peru, Samoa, Singapur und Tonga. „Unsere Analyse zeigt, dass die Staaten der Erde ihre NDC-Verpflichtungen nur sehr langsam auch als Ziele in ihren nationalen Gesetzen und Richtlinien definieren“, heißt es im Bericht.

„mehr als nur ein Lippenbekenntnis“

Im Hinblick auf die UN-Klimakonferenz in fünf Wochen möchten die Autoren der Studie daran erinnern, wie wichtig die Beiträge aller Länder sind und fordern, das Klimaversprechen müsse „mehr als nur ein Lippenbekenntnis“ sein. Zwischen den im Pariser Abkommen vereinbarten Zielen, nämlich die globale Erderwärmung auf unter zwei Grad Celsius zu begrenzen, und den für 2030 prognostizierten globalen Emissionen besteht weiterhin eine große Lücke.