Umweltfreundlichere Pellets für Öfen

Mit Hilfe von dem Mineral Kaolinit werden Holzpellets für Öfen noch ökologischer. Die Abgasanalyse ergab eine Reduzierung des Feinstaubs um bis zu 50%.

Ein Forscherteam der technischen Universität Hamburg-Harburg hat eine Lösung der Emissionseinsparung des Feinstaubs bei Pelletöfen gefunden. Dazu mischen sie dem Sägemehl für die Pellets das Mineral Kaolinit bei.

Anzeige

Kaolinit bindet Kalium

In Holz befindet sich Kalium, das durch Verbrennen freigesetzt wird und als Kristallisationskern wirkt. So entsteht Feinstaub. Das Mineral Kaolinit wiederum bindet Kalium. Also kam das Hamburger Forscher-Team auf die Idee, das Mineral dem Sägemehl der selbst hergestellten Pellets beizumischen. Das Ergebnis: Bereits 0,5 Gewichtsprozent an Kaolinit reichen aus, um den beim Verbrennen im Ofen entstehenden Feinstaub um 50 Prozent zu reduzieren. Der Leiter des Instituts, Professor Martin Kaltschmitt, sagt dazu: „Bestätigen sich diese Ergebnisse auch in Feuerungsanlagen mit anderen Verbrennungstechniken, könnte eine derartige Additivierung der Holzpellets in den europäischen Brennstoffnormen festgeschrieben und dadurch merklich zu einer umweltfreundlicheren Biomasseverbrennung beigetragen werden.“

Pelletöfen produzieren viel Feinstaub

Holzpelletöfen und –heizungen zählen als klimafreundliche Alternative gegenüber Ölheizungen. Die Pellets sind stäbchenförmige Restholzpresslinge ohne Chemiezusatz, die CO2-neutral verbrennen. Und doch führen sie zu einer hohen Feinstaubbelastung, die im Übermaß für die Gesundheit gefährlich werden kann. Durch die neuen Pellets kann dieser vorgebeugt werden.