Weltweit mehr Jobs bei den Erneuerbaren

In Deutschland arbeiteten 2016 rund 334.000 Menschen im Bereich der erneuerbaren Energien. Weltweit waren es rund 9,8 Millionen.

Für ihren jährlichen „Renewable Energy and Jobs“-Bericht hat die Internationale Erneuerbare-Energien-Agentur (Irena) die weltweite Gesamtzahl der beruflichen Positionen im Bereich erneuerbare Energien für 2016 ermittelt. Demnach waren im vergangenen Jahr weltweit 9,8 Millionen Personen in dem Sektor tätig. Das entspreche einem Plus von 1,1 Prozent gegenüber 2015, so Irena. Die meisten Jobs gab es in China, Brasilien, den Vereinigten Staaten, Indien und Japan.

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Jobschwund in Deutschland

Die Anzahl der Berufe im Bereich der erneuerbaren Energien in Deutschland nimmt weiter ab. 2015 gab es 333.700 Jobs, sechs Prozent weniger als 2014. Die Rückgänge durch nachlassende Investitionen und Neuinstallationen seien nur teilweise über den Exportmarkt kompensiert worden, heißt es. Die meisten Beschäftigten gab es 2015 bei der Windenergie. Im Bereich Biogas konnten die Exporte die Effekte nachlassender Investitionen etwas abfedern. In der Fotovoltaik waren 2015 rund 31.600 Menschen beschäftigt. Zum Vergleich: 2011 waren es noch 111.000 Personen gewesen.

Aufschwung in Asien

Die Masse der Berufe verlagert sich zunehmend nach Asien: 62 Prozent aller Jobs finden sich dort. An der Spitze der asiatischen Länder befindet sich China, das 21 Prozent und damit auch weltweit die meisten Erneuerbare-Energien-Berufe beheimatet. Platz zwei geht an Indien (16 Prozent), gefolgt von Brasilien (12 Prozent), Russland (acht Prozent) und Vietnam (sieben Prozent). Die meisten Jobs weltweit gab es in der Fotovoltaik. Ihre Anzahl ist zwischen 2015 und 2016 um 12 Prozent gestiegen und lag bei 3,2 Millionen. Die Windkraft konnte weltweit um sieben Prozent auf 1,2 Millionen Jobs zulegen. Den Report der Irena finden Sie hier.