Leben mit dem Erdgasauto

Lohnt es sich, auf
alltagstaugliche Elektroautos
zu warten?
Menschen, die schon
heute in Erdgasautos
umweltschonend unterwegs
sind, meinen: nein!

Lizzy S. und Paul W., Werbeprofis

An der Tankstelle: Lizzy S. zapft Erdgas für ihren
Audi A3 und schmunzelt über die Blicke der
anderen Autofahrer. „Der Erdgas-Audi ist nicht
nur ein blauer Hingucker, sondern auch ein
gutes Geschäft“, freut sie sich über die niedrige
Treibstoffrechnung. Ihr Freund Paul ergänzt:
„Unser Energieversorger zahlte uns sogar eine
Anschaffungsprämie von 1000 Euro.“ Erst vor
drei Monaten leisteten
sich die beiden Werbeprofis
den A3 Sportback g-tron. „Steuerlich
fahren wir auch viel günstiger als in einem Benziner
oder Diesel“, weiß Paul. „Und der Wagen
hat uns gleich gefallen.“ Kein Wunder: Der Audi
A3 ist das perfekte Gefährt für zwei Personen.
Die beiden können nicht verstehen, warum
Menschen Erdgasautos langweilig finden. „Vermutlich
saßen die noch nie in einem g-tron“, ist
Lizzy überzeugt. „Der hat nämlich ordentlich
Dampf unter der Haube!“ Kurz vor der Weiterfahrt
überlegen beide im Spaß, ob sie nicht eine
Werbestrategie für einen besseren Verkauf von
Erdgasautos entwerfen sollten.

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Martin H., Handwerker

Martin hat Mittagspause, sein grüner Erdgas-
Kastenwagen parkt neben der Pommes-Bude.
„Klar bin ich mit dem Wagen zufrieden“, sagt
Martin und beißt in seine Bratwurst. „Da passt
alles rein, was ich als Schreiner brauche. Und gut
aussehen tut die Kiste auch. Finde ich jedenfalls!“
Den Fiat Doblò hätte er auch mit Otto- oder
Dieselmotor haben können, wollte er aber
nicht. „Ich möchte sauber unterwegs sein“, sagt
er. „Und in Sachen Schadstoffausstoß sind ja
gerade Dieselmodelle nicht die beste Wahl.“
Außerdem liegt die nächste Erdgastankstelle bei
seiner Firma gleich um die Ecke. Der Schreinermeister
hat sich vor dem Kauf genau informiert:
„Ein Elektroauto hätte ich auch genommen“,
meint Martin. Aber ein für seine Ansprüche
passendes E-Gefährt zu finden, ist nicht einfach,
die Auswahl an Elektroautos ist noch immer
vergleichsweise klein und der Handwerker auf
einen Transporter angewiesen. Der Erdgas-
Kastenwagen
von Fiat hat alles, was der Schreiner
braucht und mit rund 23 000 Euro ist er auch
noch günstig. Für ein entsprechendes Elektromobil
hätte er viel tiefer in die Tasche greifen
müssen. Vielleicht wird sein nächster Wagen ein
E-Auto? „Nur wenn die Kosten stimmen!“

Thomas, Ines, Clara und
Oskar F., Familie

Ein tolles Auto, dieser Skoda Octavia, mit vielen
Auszeichnungen und extrem beliebt. „Als
wir gesehen haben, dass es den Octavia-Kombi
auch mit Erdgasantrieb gibt, haben wir nicht
lange gefackelt“, erinnert sich Thomas. „Die Entscheidung
für unseren Erdgas-Skoda haben wir
keine Minute bereut“, ergänzt Gattin Ines. Sie
erinnert an den großen Skandal um manipulierte
Dieselmotoren
im vergangenen Jahr: „Was hätten
wir uns da geärgert, wenn wir stattdessen
einen Diesel genommen hätten!“ Und auch die
Kinder Clara und Oskar sind zufrieden, denn in
dem neuen Kombi haben die beiden wesentlich
mehr Platz als früher. Das gilt auch fürs Gepäck.
„Nur unser Kanu passt leider nicht rein“,
scherzt Hobbypaddler
Thomas. Dafür freut sich
Familienfinanzministerin
Ines jedes Mal beim
Tanken über die niedrige Rechnung. Im Vergleich
zu einem Pkw mit Dieselantrieb tankt der
Erdgas-Octavia rund 30 Prozent günstiger.

André W., Student

Seinen weißen VW Eco-up! hat André gebraucht
gekauft. Ein echtes Schnäppchen,
nach dem er nicht einmal lange suchen musste.
„Ich wollte ein kleines, wendiges Auto,
das wenig Sprit verbraucht – mehr eigentlich
nicht“, sagt André. Warum er beim Eco-up!
landete, ist schnell erzählt. Ein Kumpel hatte
ihm erklärt, dass es den VW nicht nur als
teures E-Mobil, sondern auch als Erdgasauto
gibt. Zusammen stöberten die beiden
Freunde dann auf diversen Gebrauchtwagenseiten
im Internet. Keine halbe Stunde, und
sie hatten den richtigen Wagen gefunden.
„Hat mich knapp 8000 Euro gekostet, der
Kleine“, erinnert sich der BWL-Student. Einzig
die Infrastruktur könnte noch etwas besser
ausgebaut werden, wünscht sich André.
Jedes Wochenende fährt er knapp 500 Kilometer
von seinem Studienort nach Hause.
„Auf der Strecke gibt es zwei CNG-Tankstellen,
das ist schon okay. Ein paar mehr wären
aber schon nicht schlecht“, sagt er. Dann gibt
er Gas und fährt los.

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