Beleuchtung 2019

So lässt sich die eigene Wohnung stilvoll und sparsam beleuchten

Licht ist unendlich wichtig in der eigenen Wohnung. Es hilft, uns in der Dunkelheit zurechtzufinden. Es spendet uns den Schein, den wir benötigen, um die Zutaten zum Essen vorzubereiten. Und es schafft Atmosphäre sowie Gemütlichkeit. In den vergangenen Jahren hat sich die Beleuchtung quasi um 180 Grad gedreht und wo damals noch gewöhnliche Glühbirnen, eventuell mit einem Dimmer gepaart, waren, stehen heute LED-Leuchten, die alle Möglichkeiten bieten. Und die neue Beleuchtung ist sparsam, wenn auch nicht günstig in der Anschaffung. Dieser Artikel verrät, welche Beleuchtung aktuell ist und worauf es überhaupt ankommt.

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LED ist das Maß aller Dinge

Diese Technik hat sich in den vergangenen Jahren massiv durchgesetzt. Waren LED-Lampen einst die Lämpchen am TV-Gerät oder die Beleuchtung eines modernen Flachbildschirms, so sind sie heute nahezu überall zu finden. Und das hat seine Gründe:

  • Stromverbrauch: LED verbrauchen wesentlich weniger Strom als andere Beleuchtungsformen.
  • Bereitschaft: Im Gegensatz zu einer Energiesparlampe sind LED direkt einsatzbereit, wenn sie eingeschaltet werden. Das Licht muss sich nicht erst langsam aufbauen, es ist schlichtweg da.
  • Möglichkeiten: LED gibt es längst in Glühbirnen- oder Strahlerform, was natürlich bedeutet, dass die Leuchten überall eingesetzt werden können. Noch viel wertvoller sind LED jedoch in frei zu nutzenden Varianten. LED-Streifen, LED in Bilderrahmen, LED im Batteriebetrieb – alles ist möglich.
  • Lichtvarianten: Bei LED gibt es warmweißes und kaltes Licht. Hinzukommen aber farbige Leuchten, die oft gar variabel eingestellt werden können.
  • Einschränkungslos nutzbar: Glühbirnen, Halogen oder auch Energiesparleuchten – all dieses Beleuchtungen haben ein Problem. Im Betrieb werden sie warm oder gar heiß, was natürlich bedeutet, dass sie einzig verwendet werden können, wenn ausreichend Raum vorhanden ist. LED-Licht hat dieses Problem nicht. Das Licht entwickelt keine Wärme, wodurch sich LED wunderbar als Hintergrundbeleuchtung hinter Schränken oder auch in Nischen empfehlen.

Das Manko an der LED-Technik ist, dass sie im Vergleich zu einfachen Glühbirnen deutlich teurer ist. Dafür halten die LED jedoch auch wesentlich länger und vereinen grundsätzlich eine dimmbare Eigenschaft.

Auf das richtige Licht kommt es an

So wichtig, wie die Beleuchtung ist, so wichtig ist auch das korrekte Licht. Jeder kennt wohl die »Totenbeleuchtung«, wie sie gerne in Büros oder Arztpraxen benutzt wird. Dabei handelt es sich um kaltweißes Licht, manchmal auch um Tageslichtbeleuchtung. Das Licht ist exzellent, um alles zu erkennen, doch bringt es kaum Behaglichkeit in den Raum. Grundsätzlich würde wohl niemand sein Wohn- oder Schlafzimmer mit dem »Totenlicht« beleuchten. Bei der Auswahl des richtigen Lichts kommt es also auf die verschiedenen Lichtfarben an. Sie wird von der Farbtemperatur bestimmt:

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  • Warmweiß: Diese Beleuchtung besitzt eine Farbtemperatur von 2.700 – 3.300 Kelvin. Warmweiß gilt als gemütlich und eignet sich wunderbar für Wohnräume.
  • Neutralweiß: Die Farbtemperatur liegt bei 3.300 bis 5.300. Das Licht ist eher neutral, erzeugt eine sachliche Stimmung und eignet sich mitunter als Hauptbeleuchtung für Bäder oder auch für den Arbeitsbereich der Küche.
  • Tageslichtweiß: Die Farbtemperatur beginnt bei 5.300 Kelvin. Aus biologischer Sicht ist diese Farbtemperatur ideal, allerdings empfinden nur wenige Menschen sie als gemütlich und attraktiv. Im Arbeitsbereich ist sie ideal, in den Räumen, die der Entspannung dienen, hingegen nicht.
  • Bunt: LED macht die bunte Beleuchtung einfach möglich. Jede Farbe wird natürlich mit einer eigenen Stimmung in Zusammenhang gebracht. Blaues Licht ist eher kühl, während rotes Licht warm wirken kann. Grün stellt wieder den Mittelpunkt dar. Blaues Licht kann sich im Wohnzimmer als Hintergrundbeleuchtung für Film und Fernsehen eignen, da es nicht ablenkend wirkt.

Im Regelfall kommt es aber wieder auf die eigentliche Helligkeit an. Da LED zumeist dimmbar sind, kann auch ein Tageslichtweiß nicht als zu grell erscheinen, sofern die Helligkeit heruntergedreht wird. Trotzdem gilt: In allen Räumen, in denen es gemütlich werden soll, ist warmweißes oder buntes Licht die beste Option.

Spannende Beleuchtungslösungen

Gerade LED-Streifen bieten sich an, um spannende Beleuchtungslösungen zu gestalten. Diese Lösungen gehen natürlich einher mit echten Decken- oder Standleuchten, dienen aber der zusätzlichen oder, beim Fernsehen, einzigen Beleuchtung. LED-Streifen sind daher ungemein praktisch, da auch Laien keinerlei Probleme haben, sie zu installieren. Die Streifen sind selbstklebend. Es muss nur darauf geachtet werden, dass eine Steckdose oder ein anderer Stromanschluss vorhanden ist.

Einige Beispiele:

  • Hinter dem TV: Je nach TV-Board kann der Streifen wahlweise längs der Rückseite des Schrankes geklebt werden. Alternativ wird er direkt an der Wand angebracht. Nun ist darauf zu achten, dass er versetzt zum Sichtfeld angeklebt wird, also stets ein wenig verdeckt.
  • Indirekte Beleuchtung: Sie ist beliebt und weiterhin im Trend. Die indirekte Beleuchtung lässt sich auf der Oberseite von Schränken verwirklichen. Wer das nicht möchte, der kann die Fußleisten wählen und den Streifen hier direkt aufkleben. Indirekte Beleuchtungen funktionieren überall, wo das Licht nicht direkt einsehbar sein soll. Auch Schrank- und Regalrückseiten, die Unterseite der Couch oder an abgehängten Decken ist dies leicht möglich.
  • Auf der Innenseite: In Glasvitrinen, aber auch in abgeschlossenen Glastischen sind die Beleuchtungen perfekt. Wer Stücke sammelt und diese in einer Vitrine oder einer Art Tisch ausstellt, der kann mit LED-Streifen für die notwendige Beleuchtung sorgen.
  • Spiegel: Wie wäre es mit einem beleuchteten Spiegel? Auch hier werden LED-Streifen genutzt.

Natürlich sind auch mit Steh- und Deckenleuchten spannende Lösungen möglich. Heute ist die Beleuchtung so vielseitig, dass es keinen Profi benötigt, um tolle Lösungen zu präsentieren. Viele Leuchtmittel sind gar für den Laien gedacht, da sie so einfach zu installieren sind, dass nicht mal eine Anleitung nötig ist. Und wer nicht bohren oder dübeln möchte, der greift einfach zu LED-Streifenlösungen und kreiert die Beleuchtung selbstständig. Die Streifen halten sogar auf Fliesenspiegeln in der Küche und ersetzen so die Leuchten der Dunstabzugsanlage.

Fazit: Die richtige Lichtfarbe entscheidet

Es gibt so viele Möglichkeiten für die perfekte Beleuchtung, dennoch ist es immer noch wichtig, die korrekte Lichtfarbe zu wählen. Ist die Lichttemperatur zu hoch, wirkt der ganze Raum sogleich steril. Im Wohnbereich sind immer niedrige Temperaturen empfehlenswert, in Arbeitsbereichen hohe.