Ein Fall für zwei

In der Garage parkt der neueste Golf, das Smartphonein der Hand ist nur ein paar Monate alt undder Fernseher im Wohnzimmer wird spätestens zurnächsten Fußball-EM ausgetauscht. Und was ist mitder Heizung? Bei der verhält es sich so wie frühermit dem VW Käfer: Sie läuft und läuft und läuft.Oft sogar mehr als 20 Jahre – aber alles andere alseffizient. Insgesamt 80 Prozent der Heizanlagen inDeutschland sind veraltet, schätzen die Experten desVereins Zukunft Erdgas. 36 Prozent arbeiten sogarschon länger als 20 Jahre in deutschen Kellern, soeine aktuelle Untersuchung des Bundesverbandesder Energie- und Wasserwirtschaft (BDE W). GehörtIhre Heizung auch dazu?

Raus mit der Alten

Ein 25 Jahre alter Heizungs-Oldie verbraucht rund30 Prozent mehr Erdgas als ein moderner Heizkessel.Grund: Die alten Schätzchen verlieren bis zu einemDrittel der Wärme als Abwärme oder jagen sie ungenutztdurch den Schornstein. Ganz zu schweigen vonden reichlichen Schadstoffen, die alte Heizanlagenfreisetzen und so die Umwelt belasten.

Moderne Erdgas-Brennwertgeräte arbeiten extremeffizient und verwenden fast die gesamte im Erdgasenthaltene Energie, um Wärme zu erzeugen.Möglich macht das ein besonderer Kniff: Bevor dasheiße Abgas aus dem Brenner in den Schornsteingelangt und ungenutzt verpufft, durchläuft es einenWärmetauscher. In einer schlangenförmigen Rohrleitungaus Edelstahl kondensiert der im Abgas enthalteneWasserdampf. Die Energie, die in diesemDampf steckt, wird als zusätzliche Wärme gewonnen.Damit wird das Heizungswasser vorgewärmt,das abgekühlt aus dem Heizkreislauf zurückkehrt.Deshalb braucht der Brenner weniger Energie, umdas Heizungswasser wieder aufzuheizen – damitsinken die Heizkosten.

Energie-Tipp

Sonnenwärme vom Dach

Wer langfristig sparen will, kombiniert das Erdgas-Brennwertgerät mit Sonnenwärmekollektoren aufdem Dach zur Heizungsunterstützung und Warmwasserbereitung.Sitzen der Brennwertkessel sowieder Pufferspeicher für Warmwasser und Heizunggleich im Dachboden, vermeidet das manchenMeter Rohrleitung und unnötige Energieverluste.Platz findet sich dort bestimmt, denn die Brennwertgerätesind meist kleiner als ein Kühlschrank.Die Solarthermieanlage aufdem Dach speist zusammenmit dem Brennwertgerät ihreWärme in den mit 1000 bis2000 Liter Wasser gefülltenPufferspeicher. Der Spartrick:Liefert die Sonne im Sommeroder in der Übergangszeit genug Wärme über dieKollektoren, bleibt der Heizkessel aus und springtnur an kalten Tagen an. Dabei arbeitet die Erdgas-Brennwerttechnik modulierend. Das bedeutet, siepasst sich dem jeweiligen Wärmebedarf an, ohnedass die Anlage an Effizienz verliert.

„Die Warmwasserbereitunglässt sich so von Mai bis Septemberfast komplett ohne den Einsatz anderer Energieträgermeistern“, weiß Andreas Skrypietz, Projektleiterder Klimaschutz- und Informationskampagne „Haussanieren – profitieren“ der Deutschen BundesstiftungUmwelt (DBU). „Wird die Solaranlagenur zurWarmwasserbereitung eingesetzt, dann kann sieübers Jahr etwa 60 Prozent der dafür benötigtenEnergie sparen.“ Wer Waschmaschine, Wäschetrocknerund Geschirrspüler an den Warmwasserkreislaufanschließt, spart noch mehr Geld.

Fördergeld vom Staat sichern

Interessenten für ein Brennwertgerät mit Solarthermieanlagekönnen unter www.moderne-heizung.demit wenigen Klicks berechnen, wie viel sie sparen.Eine Fördermittelauskunft für Bund, Länder undKommunen zeigt mögliche Fördergelder. Beispiel:Wer sich für eine Solarthermieanlage als Ergänzungzur Erdgas-Brennwertheizung entscheidet, kannmit mindestens 1500 Euro staatlicher Förderungvom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle(BA FA) rechnen. Obendrauf gibt es 500 EuroKesseltauschbonus und 50 Euro Bonus für eine besondersenergieeffiziente Solarpumpe. Lässt sich mitIhrem neuen Smartphone auch so viel sparen?

98 %

Einige Kesselhersteller werben mit Wirkungsgraden von111 Prozent. Das ist kein Rechentrick und auch kein physikalischesWunder, sondern eine Frage der Bezugsgröße.Und die ist seit jeher der Heizwert (Hi). Dabei handelt essich vereinfacht ausgedrückt um die Wärmemenge, diebei einer Verbrennung entsteht, minus der Menge, die mitdem Abgas verloren geht. Das war und ist bei alten Kesselnso. Brennwertgeräte aber nutzen auch die Wärme ausdem im Abgas enthaltenen Wasserdampf. Folglich dientdiese Form der Berechnung dem sauberen Vergleich vonalter und neuer Technik. Nur bezogen auf den Brennwertkommen Brennwertgeräte auf 98 Prozent.

20%

… der Hausbesitzer oder Wohnungseigentümerwollen in den nächstenfünf Jahren ihr Bad erneuern –aber nur 14 Prozent ihre Heizungmodernisieren.

Noch mehr sparen

2050 EuroFörderung erhaltenHeizungsumsteiger aufBrennwert und Solar.*

* In Einberechnung aller erhältlichen BAFA-Fördergelder.