Kochen mit Gas

Welche Vorteile das Kochen mit offener Flamme bietet und was Sie beim Umgang mit Erdgas beachten sollten.

Die alten Griechen hatten mit Hestia sogar eine eigene Göttin für das Herdfeuer. Wer heute göttlich kochen will, brät und gart auf offener Flamme mit einem Gaskochfeld. Die Wärme lässt sich schneller und genauer regulieren als mit einem Elektroherd. Das Vorheizen entfällt ebenso wie das unkontrollierte Nachgaren: Sobald die Flamme aus ist, ist auch die Hitze weg. Weil Speisen punktgenau heiß werden, verbraucht eine Gaskochstelle weniger Energie als ein mit Strom betriebenes Modell. Im Unterschied zum Induktionsherd ist auch kein besonderes Kochgeschirr notwendig.

Anzeige

Moderne Gaskochfelder gibt es in verschiedenen Größen, Ausführungen und Designs ab 80 Euro. Mit einer Gassteckdose lassen sie sich einfach an die Erdgasleitung anschließen. Eine Zündsicherung sorgt dafür, dass kein Erdgas austritt, falls die Flamme beispielsweise aufgrund von Zugluft erlischt. Geräte mit automatischer Wiederentzündung bringen das Feuer in diesem Fall erneut zum Brennen. Bei ungewöhnlich langem Betrieb stoppt eine Sicherheitsausschaltung die Erdgaszufuhr automatisch. Auch ein Timer gehört meist zur Ausstattung moderner Gaskochfelder: Einfach die gewünschte Kochzeit einstellen, nach Ablauf schaltet sich die entsprechende Gaskochstelle ab. Praktisch ist auch eine sogenannte Quick Stop-Funktion: Ist das Essen fertig, den Knopf drücken und alle Flammen erlöschen. Hmmm, schmeckt göttlich!

iStock/Lumina Stock

Knopfdruck genügt: Mit einem Streichholz musste nur Oma ihre Gasflamme anzünden, moderne Gaskochfelder verfügen über eine automatische Zündung. Einmal kurz den Bedienknebel pressen und die Flamme steht zum Kochen bereit. Foto: iStock_LuminaStock

iStock/ben bryant

Leicht zu reinigen: Auf der Herdoberfläche sitzen einzelne oder durchgehende Topfträger aus Gusseisen, die sich zum Reinigen abnehmen lassen. Praktisch, aber teurer sind Gaskochfelder, bei denen eine Glaskeramikplatte über den Flammen liegt. Foto: iStock_benbryant

iStock/mbolina

Für jeden Einsatz: Gaskochfelder besitzen verschiedene Kochzonen mit unterschiedlicher Leistung. Neben einem Normalbrenner gibt’s Spar- oder Schnell-, Stark- und sogar Wok- brenner. Manche Geräte sind mit einem Elektrokochfeld kombiniert. Foto: iStock_mbolina


Sicher kochen mit Erdgas

Das Kochen mit einem Gaskochfeld ist absolut sicher, die Technik robust und bewährt. Eine Wartung ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Beim Umgang mit der offenen
Flamme sollten Hobbyköche aber einiges beachten:

  • Den angeschalteten Gasherd nie unbeaufsichtigt lassen.
  • Entzündliche Materialien wie etwa Topflappen oder Küchenhandtücher von der Flamme fernhalten.
  • Während des Kochens in der Küche ein Fenster geöffnet lassen und für ausreichende Durchlüftung sorgen.

Lust auf Kochen bekommen? Leckere Rezepte für die ganze familie finden Sie hier.

Anzeige