Lebensmittel retten

Hässlich? Schmeckt trotzdem gut! Wer beim Start-up Etepetete eine Bio-Kiste bestellt, bewahrt Gemüse mit Schönheitsfehlern vor dem Mülleimer.

Eine Karotte mit zwei Beinen, eine krumme Gurke oder zu groß geratene Kartoffeln: Für die meisten Supermärkte in Deutschland ist das ein Ausschlusskriterium. Laut einer WWF-Studie landen jährlich rund 18 Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll – darunter Gemüse, das nicht dem Schönheitsideal entspricht.

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Zu gut für die Tonne

Ein Thema, das die drei Gründer von Etepetete, Carsten Wille, Christopher Hallhuber und Georg Lindermair, auf eine Idee brachte. „Lebensmittelverschwendung passiert an ganz vielen Stellen. Wir haben die gesamte Kette durchleuchtet und gesagt, wenn man etwas Nachhaltiges aufziehen will, sollte man beim Ursprung anfangen“, erklärt Lindermair die Philosophie hinter der Münchner Firma Etepetete.

Alles Bio

Mit 60 Bestellungen starteten die Gründer ihr Projekt. Inzwischen beliefern sie Kunden in ganz Deutschland. Nur frische Bioprodukte landen in den Versand-Boxen: normales Gemüse, aber eben auch unförmige Ware. Etepetete kooperiert mit Landwirten, die einem Verband wie Bioland, Demeter oder Naturland angehören. Anfangs wollten die Macher nur regionales Gemüse verschicken: „In der ersten Wintersaison haben wir das versucht, aber wenn dann zum fünften Mal eine Steckrübe in der Kiste ist – das möchte keiner mehr“, erzählt Lindermair. Deshalb arbeite man nun auch mit Bio-Landwirten aus dem Ausland zusammen. Um die Transportwege dort so kurz wie möglich zu halten, kauft Etepetete das Gemüse nur bei Kooperativen ein.

Rezeptideen frei Haus

Jeder Kiste legt Etepetete ein Kochrezept bei. Bei den Kunden kommt das gut an. Auf Facebook tauschen sich einige sogar über ihre Rezeptideen aus. Lindermair und seine Kollegen finden das klasse: „Ist doch toll, dass unser Produkt Menschen zusammenbringt.“

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Mehr Informationen zu Etepetete finden Sie hier.

Krummes

Krummes Gemüse? Schmeckt trotzdem!