Vorteile von Erdgas-Brennwertgeräten

Clever: Erdgas-Brennwertgeräte nutzen auch die Wärme der Abgase zum Heizen und arbeiten dadurch effizienter als alte Anlagen mit Heizwerttechnik.

Von rund 13 Millionen Gaskesseln und -thermen in Deutschland arbeiten mehr als die Hälfte noch mit Heizwerttechnik. Dabei geht viel Energie verloren: Denn Heizwertgeräte wie der Gas-Niedertemperaturkessel wandeln maximal 83 Prozent der im Brennstoff enthaltenen Energie in Wärme um. Der Rest geht als heiße Abgase durch den Schornstein verloren. Erdgas-Brennwertgeräte sind effizienter. Sie fangen die in dem Wasserdampf der Abgase enthaltene Wärme auf und leiten die Energie zurück in den Heizungskreislauf.

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Für welche Gebäude eignen sich Brennwertgeräte?

Um den Brennwerteffekt bestmöglich auszunutzen, müssen einige Punkte beachtet werden: So sollte die Rücklauftemperatur des Heizwassers möglichst niedrig sein. Der Grund: Das rücklaufende Heizwasser wird in einen Wärmetauscher geleitet und kühlt die heißen Abgase. Der Wasserdampf kondensiert und gibt Wärme ab. Dabei gilt: Je kühler das rücklaufende Heizwasser, desto effizienter funktioniert die Brennwerttechnik.

Optimal eignen sich Brennwertkessel für gut gedämmte Neubauten. Die Wohnräume werden auch mit niedrig aufgeheiztem Heizungswasser ausreichend warm. Heizungsspezialisten setzen im Neubau daher oft auf großflächige Fußboden- und Wandheizungen. Sie geben bei relativ niedrigen Vorlauftemperaturen genug Wärme ab. In Altbauten mit vergleichsweise kleinen Heizkörpern muss dagegen mit mittleren bis hohen Vorlauftemperaturen geheizt werden, um die Räume warm zu bekommen. Steht eine Sanierung an, empfiehlt es sich deshalb, zunächst den Wärmebedarf durch eine Dämmung der Fenster oder des Dachgeschosses zu verringern. Erst dann sollte man einen Kessel mit passender Leistung wählen und den gesamten Heizkreislauf optimieren.

Welche Größe sollte die Brennwertanlage haben?

Früher wurde die maximal benötigte Heizenergie oft nur geschätzt und der Brennwertkessel überdimensioniert. Das Ergebnis: mehr Verschleiß, da der Gasbrenner nur kurz, aber viel zu häufig anspringt. Sollte Ihre Brennwertanlage überdimensioniert sein, lohnt es sich, sie von einem Fachhandwerker möglichst optimal einstellen zu lassen. Je nach Anlage gehört dazu ein hydraulischer Abgleich, der Austausch der Heizungspumpe, das Dämmen der Heizungsrohre, eventuell auch der Einbau voreinstellbarer Thermostatventile. Durch den hydraulischen Abgleich verteilt sich das Heizwasser gleichmäßig und die einzelnen Heizköper werden optimal versorgt. Um hier auf der sicheren Seite zu sein, fragen Sie am besten Ihren Heizungsfachmann. Er kann Ihre Brennwertheizung optimal regulieren und gibt Ihnen Tipps, welche Energiesparmaßnahmen Sie selbst vornehmen können.

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