Trinkwasser: Alles unter Kontrolle

Unser Trinkwasser muss jederzeit eine hervorragende Qualität haben. Das ist gesetzlich festgelegt. Doch wie wird das kontrolliert?

Was für ein Luxus: Wenn wir den Wasserhahn aufdrehen, können wir sicher sein, dass unser wichtigster Rohstoff in hervorragender Qualität aus der Leitung kommt. Die Qualitätsvorgaben hat der Gesetzgeber, genauer das Bundesministerium für Gesundheit, in der Trinkwasserverordnung definiert. Die Trinkwasserverordnung legt fest, wie das Trinkwassers beschaffen sein muss, wie es aufbereitet wird, was die Pflichten der Wasserversorger sind und wie das Trinkwasser überwacht wird.

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Strenge Richtwerte

Die Verordnung besagt, dass das Wasser genusstauglich und rein sein muss, keine Krankheitserreger enthalten darf und es die Haushalte einwandfrei erreichen muss. Zuständig dafür, dass diese Richtlinien eingehalten werden, sind die Gesundheitsämter. Deren Wissenschaftler nehmen regelmäßig Proben und untersuchen sie auf Bakterien und chemische Rückstände. Vor allem für schädliche Substanzen wie Nitrat, Blei oder Chlorid gibt es strenge Grenzwerte. Wird ein Grenzwert überschritten, schlägt das Amt Alarm und ordnet Maßnahmen an. Die Wasserversorger bereiten dann das Wasser gemäß Trinkwasserverordnung auf oder führen zur Desinfektion Chlor zu, wie es nach dem Hochwasser im Sommer 2016 in einigen Gemeinden nötig war.

Reinheit bis zum Wasserhahn

Neben den Wasserversorgern sind auch Hausbesitzer in der Pflicht. Sie müssen dafür sorgen, dass die Qualität des vom Versorger angelieferten einwandfreien Trinkwassers nicht durch veraltete oder beschädigte Rohre beeinträchtigt wird. Zudem sind sie verpflichtet, das Wasser mindestens alle drei Jahre auf Legionellen untersuchen lassen. So wird sichergestellt, dass unserer Trinkwasser bis hin zum Wasserhahn rein bleibt und seinem Ruf als bestkontrolliertes Lebensmittel gerecht wird.


0,2 Cent

kostet ein Liter Trinkwasser in Deutschland im Durchschnitt.

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