Das Wasser macht den Geschmack

Für eine gute Tasse Kaffee oder Tee ist nicht nur die Qualität der Bohnen und Teeblätter ­ent­scheidend, sondern auch die Wasser­qualität.

Starten Sie morgens mit einem frisch -gebrühten Kaffee oder einer duftenden Tasse Tee in den Tag? Beiden Heißgetränken ist eines gemein: Sie bestehen zu fast hundert Prozent aus Wasser. Und dessen Qualität beeinflusst den Geschmack entscheidend.

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Mineralien schmecken

Um alle Nuancen aus der Bohne oder den Teeblättern herauszukitzeln, braucht es frisches, sauerstoffreiches Wasser. Mineralstoffe wie ­Kalzium und Magnesium sind wertvolle Geschmacksträger: Erst durch sie kann sich das Aroma voll entfalten. Auch die richtige Temperatur ist wichtig: Bringen Sie das Wasser möglichst schnell zum Kochen und lassen Sie es bis zur gewünschten Temperatur abkühlen. Diese liegt bei Kaffee zwischen 86 und 89 Grad, bei Tee variiert sie je nach Sorte und Empfehlung. Für Schwarztee werden 95 Grad angeraten, für Grün- und Weißtee 60 bis 80 Grad.

Hart, aber fad?

Die Wasserhärte richtet sich nach den Kalzium- und Magnesium-Ionen im Wasser und wird hierzulande in Grad deutscher Härte (°dH) ­angegeben: Hartes Wasser hat mehr als 14 °dH, mittleres Wasser zwischen 8,4 °dH und 14 °dH, weiches Wasser weniger als 8,4 °dH. Der Härtegrad von Leitungswasser in Deutschland liegt im Durchschnitt bei etwa 16 °dH. Einige Experten empfehlen für den perfekten Kaffee- und Teegenuss eine Wasserhärte zwischen 5 °dH und 9 °dH. Härteres Wasser soll zu einem faden Geschmack führen, weicheres Wasser das Getränk zu sauer machen. Grundsätzlich können Kaffee- und Teeliebhaber aber getrost zu Leitungswasser greifen: Qualitativ ist es absolut hochwertig.

Steinchen als Enthärter

Wem das Wasser aus dem Hahn zu hart oder zu weich ist, der kann alternativ zu stillem Mineralwasser aus der Glasflasche greifen. Von Wasserfiltern rät die Verbraucherzentrale ab: Eine zusätzliche Aufbereitung des Wassers sei meist überflüssig. Bei falschem Gebrauch können sich zudem leicht Keime bilden. Statt mit einem Filter lässt sich Leitungswasser auch mit weißen Marmorsteinchen enthärten, die mitgekocht werden. Auch ein Spritzer Zitrone wirkt Wunder: In den Tee geben und der unappetitliche, kalkhaltige Film verschwindet. Für den optimalen Geschmack empfiehlt es sich außerdem, in einen Wasserkocher aus Edelstahl, Porzellan oder Glas statt aus Kunststoff zu investieren. Dann steht dem Tee- oder Kaffeegenuss nichts mehr im Weg.

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