Investitionen in Erneuerbare boomen weltweit

Investitionen in erneuerbare Energien sind 2014 um 17 Prozent gestiegen. Das geht aus dem Report „Global Trends in Renewable Energy Investment“, den die Frankfurt School for Climate and Sustainable Energy Finance in Auftrag gegeben hat. Vor allem Solaranlagen in China und Japan sowie Rekordinvestitionen in Offshore-Windprojekte in Europa sind Treiber. Mit einem Investitionszuwachs um 39 Prozent auf 83,3 Milliarden US-Dollar erhöhte China seinen Anteil an den weltweiten Investitionen auf fast ein Drittel und baute damit seine Vorreiterrolle weiter aus.

Kein Spitzenplatz für Deutschland

Deutschland hingegen verzeichne nur einen geringen Anstieg. Mit Investitionen von 11,4 Milliarden US-Dollar verharre Deutschland 2014 im Länderranking auf Platz fünf. Die Investitionen in kleinere Solaranlagen seien 2014 erneut um 34 Prozent auf drei Milliarden US-Dollar gefallen. Deutschland könne somit „keine Führungsrolle entwickeln“, schreiben die Autoren der Studie. Grund für den Rückgang, so die Autoren, sei, dass Photovoltaik nach Einführung der Eigenverbrauchssteuer für Anlagen mit weniger als zehn Kilowatt Leistung weniger attraktiv sei.

Schwellenländer auf dem Vormarsch

Weltweit gesehen machen die Erneuerbaren mittlerweile über neun Prozent der Stromproduktion aus. Der Anteil, der aus Entwicklungsländern kommt, wird dabei immer höher. Brasilien, Indien oder Südafrika gehören zu den zehn Staaten, die am meisten in Erneuerbare investieren.