Kohlestrom unter 10 Prozent möglich

Laut Bundesnetzagentur könnte Kohlestrom bis 2030 nur noch einen kleinen Anteil am Strommix in Deutschland ausmachen.

Der Anteil an Energie aus Kohlekraftwerken im deutschen Strommix könnte in den kommenden zehn Jahren halbiert werden, ohne die Versorgungssicherheit zu gefährden. Das geht aus Berechnungen der Bundesnetzagentur hervor.

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Mit Netzausbau und Ersatz-Gaskraftwerken zum Kohleausstieg

Beim „Szenario B 2030“ der Bundesnetzagentur könnte die installierte Netto-Nennleistung von Braunkohlewerken von zurzeit mehr als 21 Gigawatt auf 9,5 Gigawatt gesenkt werden. Steinkohle indes könnte von momentan über 25 Gigawatt auf 13,9 Gigawatt reduziert werden. Somit würde sich die Kohlekapazität auf 23,4 Gigawatt halbieren und keine zehn Prozent am Strommix mehr ausmachen ? ohne die Versorgungssicherheit zu gefährden. Voraussetzungen für diese Berechnung sind der Netzausbau und der Zubau von Ersatz-Gaskraftwerken.

Szenariorahmen für den Netzentwicklungsplan Strom 2030

Die Bundesnetzagentur unterscheidet bei ihren Berechnungen verschiedene Szenarien, je nach der politischen Entwicklung, den Fortschritten bei der Flexibilität der Stromerzeugung, des Stromverbrauchs und weitere Faktoren. Beim sogenannten „Szenario B 2030“ geht die Bundesnetzagentur von einem verstärkten Ausbau der Erneuerbaren Energien, zunehmender Nutzung von E-Mobilität und einer erhöhten Sektorenkopplung aus.