Ressourceneinsparung statt Energieeffizienz

Laut einer Studie setzen bereits viele Unternehmen aktiv Klimaschutzmaßnahmen um. Potential aber noch nicht ausgeschöpft.

Im Auftrag des Elektronikunternehmens Schneider Electric hat Green Biz Research weltweit 240 Unternehmen mit einem Umsatz von mehr als 100 Millionen Euro für eine Nachhaltigkeits-Studie befragt. Das Ergebnis: Viele Unternehmen setzten konkrete Schritte zur Einsparung von Energie, Wasser und anderen Rohstoffen in ihren Betriebsstätten um, weniger aber auf den effizienten Einsatz dieser Ressourcen.

Anzeige

Ergebnisse der Studie

81 Prozent der Befragten gaben an, Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz durchgeführt oder in den kommenden zwei Jahren geplant zu haben. 30 Prozent der befragten Unternehmen haben Energiespeicher, Mikronetze oder Kraft-Wärme-Kopplungs-Systeme implementiert oder planen es. Des Weiteren haben oder planen 23 Prozent der teilnehmenden Unternehmen eine Demand-Response-Strategie, das heißt ein automatisiertes System, das Netzschwankungen intelligent ausgleicht.

Ausblick in die Zukunft

Jean-Pascal Tricoire, CEO bei Schneider Electric, sagt: „Der nahezu universelle Fokus auf Energieeinsparung ist positiv zu bewerten“. Dennoch reicht die Konzentration auf Ressourceneinsparung nicht aus, um nachhaltig wachsen zu können. Die Befragten gaben an, interne Probleme würden die Umsetzung von Energieeffizienzmaßnahmen hindern. Dazu sagten 61 Prozent der Unternehmen, die Energie- und Nachhaltigkeitsentscheidungen seien zwischen den Abteilungen unzureichend abgestimmt und auch das Datenmanagement sei nur auf lokaler Ebene verwaltet. „Diejenigen, die jetzt nicht handeln, werden den Anschluss verlieren“, so Tricoire. Die Energieeffizienz muss besser gemanagt werden.