„Unsere Natur bildet mit dem Klima eine Einheit“

Mit Artenvielfalt gegen die Klimakatastrophe vorgehen

Die Hitzewelle belastet die Natur enorm und führt zum Verlust von wichtigen Lebensräumen. Der WWF Österreich fordert nun Maßnahmen zur Unterstützung des Erhalts und der Wiederherstellung naturnaher Ökosysteme.

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Lebensräume gehen verloren

Extremwetter, ein enormer CO2-Ausstoß und Flächenübernutzungen in der Landwirtschaft schaden nicht nur dem Klima, sondern beeinträchtigen auch viele Ökosysteme. Dabei können ganze Lebensräume für Fische und Insekten verloren gehen. Der WWF Österreich fordert deshalb nun die Reduktion der Treibhausgase und des Energieverbrauchs sowie eine Forcierung naturschutzrelevanter Konzepte wie der Biodiversitätsstrategie. Der Fokus liegt dabei auf dem Erhalt und der Wiederherstellung naturnaher Ökosysteme. Arno Aschauer, Artenschutz-Teamleiter beim WWF Österreich wendet ein, dass Biber beispielsweise ganze Landschaften „klimafitter“ umbauen können – eine kostengünstige Maßnahme, die sich positiv auf die Artenvielfalt und den Wasserhaushalt auswirken würde.

Ein Teufelskreis

Ein Blick auf die Zusammenhänge zwischen Klimawandel und Artensterben veranschaulicht die Notwendigkeit des Handelns: gestörte Ökosysteme wie degradierende Gewässer oder Wälder beschleunigen den Klimawandel, indem sie sich selbst zu ausgasenden Kohlenstoffquellen verwandeln. Der Klimawandel wiederum sorgt dafür, dass Ökosysteme mit ihrer Artenvielfalt zunehmend schwinden. Wird nichts gegen diese Abwärtsspirale unternommen, wird sie sich immer weiter drehen.
„Unsere Natur bildet mit dem Klima eine Einheit – es ist unser Netz des Lebens, dem auch wir Menschen angehören“, erklärt Aschauer. Eine artenreiche Natur sei ein wichtiges Schutzschild im Kampf gegen den Klimawandel. Naturnahe intakte Ökosysteme haben nicht nur positive Auswirkungen auf das regionale Klima oder den Wasserhaushalt, sondern tragen als Kohlenstoffsenken auch zum Klimaschutz bei.